Zitat aus der NZZ

„Neue Zürcher Zeitung“ (NZZ):

Haider war ein skrupelloser, aggressiver Populist, der die österreichische Seele zielsicher erfasste, den moralischen Zwiespalt der Kriegsgeneration, das wehleidige Sichverschanzen in der Opferrolle, den tief verwurzelten Antisemitismus, die Furcht vor dem Fremden, die Ressentiments der Provinz gegen das ferne, mächtige Wien. Ende der Neunzigerjahre und wiederum im Wahlkampf dieses Sommers kanalisierte er erfolgreich den Unmut über Erstarrung und Unfähigkeit der jeweiligen großen Koalitionen. Er beherrschte die Kunst, voll auf sein Gegenüber einzugehen, egal, ob dies ein Politiker oder eine Marktfrau war. Haider wurde zur Identifikationsfigur der kleinen Leute, der Zukurzgekommenen. Sie dankten es ihm, indem sie ihm zu Lebzeiten wie einem Erlöser huldigten. Nach seinem Tod verehren sie ihn wie einen Märtyrer …

Hams euch ins Hirn gschissen, liebe Schweizer?! Kehrt lieber mal vor der eigenen Haustür – darf ich euch an euren Haider-Nachbau Christoph Blocher erinnern, bevor ihr da frech zu uns rübermeldet. Wie gut muss man sich denn vorkommen, um sowas in einer großen Zeitung zu schreiben?

Diese Scheiß-Radfahrer glauben doch tatsächlich, sie können sich jeden Scheiß erlauben

Nicht genug, dass sich kaum ein Radfahrer an irgendwelche Verkehrsregeln hält und sie sowieso grundsätzlich auf dem Gehsteig fahren, nun werden sie auch noch aggressiv. Folgendes ist mir Freitag Nachmittag passiert:

Froh über das startende Wochende spaziere ich von der Innenstadt Richtung Wohnung. Bei der letzten Ampel vor derselbigen – der geneigte Leser weiß, wo ich wohne und welche Ampel ich meine – warte ich brav, bis grün angezeigt wird und gehe zielstrebig und flotten Schrittes über den Zebrastreifen. Plötzlich schießt ein Fahrrad um die Ecke und kommt mit einem Affenzahn auf mich zu. Ich erschrecke gehörig, will zur Seite springen, der Radfahrer verreißt sein Gefährt, stürzt fast und kann mit Müh und Not stehen bleiben und bremsen.

Erleichtert über den glimpflichen Ausgang murmele ich etwas wie "Oha, Vorsicht bitte" und will weitergehen. Plötzlich fängt der Radfahrer – übrigens ein älterer Herr im Anzug – mit erhobener, unfreundlicher Stimme mit mir zu reden an, was mir denn einfalle und warum ich nicht aufpasse. Irritiert nehme ich die Kopfhörer aus dem Ohr und erkläre ihm freundlich, dass er beim Abbiegen schon selber aufpassen müsse, dass er keine Menschen auf Zebrastreifen über den Haufen fahre.

Da fängt dieser Wicht plötzlich an, mich anzubrüllen, wer ich glaube wer ich denn sei, was mir einfalle ihm so zu kommen und dass er schon mit dem Fahrrad gefahren sei, als ich noch gar nicht auf der Welt war. Mühsam beherrscht – ich lasse mich nunmal nicht gerne anschreien – aber noch immer durchaus freundlich sage ich zu ihm, dass er sich als Radfahrer genauso an die Verkehrsregeln zu halten habe wie jeder andere, dass ich vollkommen regelkonform bei Grün die Straße auf einem Zebrastreifen überquert hätte und er einfach ohne zu schauen abgebogen sei. Und dass wir noch lange nicht per du seien.

Das hielt ihn aber nicht davon davon ab, noch mehr herumzubrüllen – einige Passanten hatten sich bereits einige Meter entfernt in Hörweite zusammengefunden und verfolgten die Szenerie mit sichtbarem Interesse. Er fing jetzt wirklich an, derb zu werden, bezeichnete mich als Idioten, den Vorfall als eine Frechheit meinerseits und meinte schließlich überheblich, dass er mir am liebsten zeigen würde, wo der Hammer hängt.

Mir wurde es endgültig zu bunt, ich verschränkte die Arme und sagte herausfordernd – darauf bin ich noch jetzt stolz: "Na dann, bring it on, bitch". Er blickte mich verwirrt an und fragte, nun aber schon hörbar weniger lautstark: "Wos host gsogt?!". Jede Silbe betonend wiederholte ich: "Ich sagte, bring it on, bitch", dazu schaute ich so furchterregend und brutal wie möglich drein. Einem der Passanten entfleuchte ein leises Lachen.

Und obwohl ich etwa so angsteinflößend wie ein Glücksbärchi bin, schien der ältere Herr doch etwas beruhigter. Er streifte sein Sakko glatt, grummelte etwas von Polizei und Anzeige in seinen spärlichen Van-Der-Bellen-Bart, stieg auf seinen Drahtesel und fuhr weiter.

Der Niedergang der Bordelle

Der aufmerksame, geneigte Leser weiß, dass Bordelle und ähnlich geartete Amüsierbetriebe eine unglaubliche Anziehungskraft auf mich auswirken – weniger auf einer primitiven körperlichen, als auf einer intellektuellen Ebene: Mich interessiert einfach brennend alles rund um das älteste Gewerbe der Welt.

So muss ich mit Trauer feststellen, dass es derzeit offensichtlich einen Niedergang dieses früher blühenden Geschäftszweiges gibt – man besuche nur einmal die Reeperbahn in Hamburg, die nur mehr Schatten ihrer selbst ist. Cosmopoliter, belesener Mensch der ich bin habe ich natürlich auch hierfür eine Erklärung. Schuld ist, wie könnte es anders sein, die Generation Porno .

Denn wer schon im Alter von zehn, zwölf Jahren die härteste Pornografie mit den abgefahrensten Sachen auf seinem Handy zu sehen bekommt, ist natürlich nicht mehr für eine "normale" Nummer zu haben, geschweige denn für einen gepflegten, künstlerisch wertvollen Tanz an der Stange – schon gar nicht, wenn man dafür auch noch bezahlen muss. Und es gibt halt kaum Huren, die sich herablassen, in Filme gesehene Abscheulichkeiten zu machen, egal für welchen Preis. Und unglaublich heiße asiatische Zwillinge, die die krassesten Sachen mit sich machen lassen und dabei noch so tun, als würde es ihnen gefallen, sind auch meist Mangelware – zumindest in der Realität.

Und da die Generation Porno sich so halt sehr schwer tut, eine Amüsierdame für ihre gehobenen, verzogenen Ansprüche (etwa für Bukake inklusive Jelly Donut, Dirty Sanchez und/oder Angry Dragon) zu finden – zu recht, wenn man mich fragt – bleiben sie den lokalen Bordellen und Stripclubs halt gleich ganz fern. Die Rotlichtviertel ziehen also um Richtung Computerbildschirme in abgedunkelten Zimmern.

Das Problem am Kindchenschema

Ich weiß, es ist ein Tabuthema über das man nicht redet schreibt, aber ich muss es los werden: Mutter Natur hat es schon sehr hübsch eingerichtet, das mit dem Kindchenschema . Nur hat sie offensichtlich nicht bedacht, dass es Perverse gibt, die das dann ausnutzen und sich an den armen Kindern vergreifen. Ohne genetisch einprogrammiertes Kindchenschema würde es vielleicht auch keine Kinderpornografie geben.

Überhaupt: Erleben Kinderpornos in den letzten Jahren einen Aufschwung – vielleicht gar gefördert von Internet und Generation Porno? Oder werden nur die Fahndungserfolge mehr?

Missverstanden

Die Piraten an Afrikas Nordküste fühlen sich offenbar missverstanden, denn, so sagen sie , entführen sie Schiffe nicht wegen ihrer selbst oder deren Ladung, sondern sind nur am Lösegeld interessiert. Und überhaupt sei zu kapern für sie ein Weg, ihre Gewässer vor Verschmutzung zu schützen.

Wunderbarer PR-Schachzug! Das ist aber auch schon anderen eingefallen:

  • China unterdrückt die Presse, um die eigene brave Bevölkerung nicht in Berührung mit dem imperialistischen, menschenverachtenden Gedankengut des Westens zu bringen.
  • Faymann verspricht vor der Wahl das Blaue vom Himmel, weil er wirklich daran glaubt, dass dies möglich und gut für Österreich wäre.

Es könnte aber noch weiter gehen, man muss es nur richtig rüberbringen:

  • Bushs Feldzug hatte zum Hauptziel, der darbenden weltweiten Waffenindustrie unter die Arme zu greifen und so ehrlichen, hart arbeitenden Amerikanern ihren Job zu bewahren.
  • Hitlers Holocaust diente nur dazu, eine Überbevölkerung im bald entstehenden Staat Israel zu verhindern.