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Adventgewinnspiele …
… schießen jedes Jahr, der Name verrät es schon, pünktlich zum 1. Dezember bzw. 1. Advent wie die Christbäume aus dem Boden, etwa hier, hier, hier oder sogar hier. Offenbar sind schon viele so in Weihnachtsstimmung, dass sie gar nicht genug bekommen können vom Verschenken.
Eine nette Marketingidee ist es allemal, vor allem wenn es was Brauchbares zu gewinnen gibt. Schön ist auch, dass oft richtige Perlen dabei sind, wo man dank der vergleichsweise geringen Anzahl an Teilnehmern realistische Gewinnchancen hat.
Und tatsächlich: Gleich zum Auftakt des Adventgewinnspiels von Catalysts konnte ich massiv abräumen – ein Dinner for 2 in the Dark. Fein! Nachdem man nur einmal gewinnen darf, kann ich jetzt ohne Angst auf übermäßige Konkurrenz bedenkenlos Werbung machen: 23 Preise gäbs noch dort, nicht von der etwas komplexen Anmeldung abhalten lassen.
So sehr ich mich über diesen sehr ordentlichen Gewinn freue, ein Problem wird offenbar: Mit wem soll ich als Neo-Single auf ein Dinner for Two gehen? Beide Portionen allein verputzen wird, das habe ich aus vorwurfsvollen Blicken von Kellnern auf die harte Tour lernen müssen, nicht so gern gesehen (auch wenn es diesmal wenigstens finster wär). Meine zahllosen Bettgespielinnen kommen auch nicht in Frage, weil die sind nicht zum Ausführen gedacht, Mutter hat schon was vor und alle Cousinen wollen nicht mehr mit mir gesehen werden. Hmm. Hmmm.
Nun ja, ein paar Monate hab ich ja noch Zeit. Vielleicht könnte ich ja mal meine Verbindungen in die Personalbranche nutzen, um eine entsprechende Anzeige zu schalten …
Also ich find’ das Wetter super
Ich weiß nicht, warum sich jeder so wortreich über das derzeitige On-Again-Off-Again-Wetter beschwert – ich find es super. Es ist nie zu heiß, die Luft ist immer schön vom Regen gereinigt und man kann Passantinnen jederzeit die eigene Eleganz präsentieren, indem man leichtfüßig über die zahllosen Pfützchen hüpft.
Zugegeben, für Bauern ist das Wetter nicht gerade optimal, und es ist schon auch gerne drückend schwül, aber schwül ist der Sommer sowieso. Außerdem fallen mir auf Anhieb einige schöne Gründe ein, warum ein verregneter Sommer gar nicht so schlecht ist:
- Man muss nicht jede Nacht das Fenster aufreißen, nur um das Schlafzimmer halbwegs erträglich-kühl zu halten.
- Man wird nicht ständig angemacht, warum man denn gestern nicht im Freibad war. Oder warum man immer noch so kasweiß ist.
- Das Wetter gibt vielen Hausbesitzern, vor allem in OÖ, NÖ und dem Burgenland die Motivation, endlich mal den Keller aufzuräumen *.
- Es ist heiß genug, dass die lokale Weiblichkeit reizend kurze Fetzchen spazieren führt, aber nass genug, um diese dann regelmäßig durchsichtig zu machen.
* Das ist zwar ein bisschen geschmacklos jetzt, aber so im Nachhinein kann man schon froh sein, dass weder Fritzl noch Priklopil ihre Häuser in gefährlicher Flussnähe hatten.
Was ist so schlimm an Analogkäse?
Ich verstehe die aktuelle Aufregung um die weite Verbreitung von imitiertem, “falschem” Käse nicht.
Zugegeben, der Name ist problematisch. Was soll das sein, Analogkäse? Was ist hier analog? Und ist normaler Käse aus Milch dann Digitalkäse? Wenn ja, müsste es nicht umgekehrt sein, weil Analog ist ja eigentlich altmodischer als digital, und Analogkäse ist eine moderne Erscheinung? Fragen über Fragen.
Ansonsten hab ich kein Problem mit “falschem” Käse. Wer Margarine isst, darf sich über Analogkäse nicht beschweren, immerhin sind die beiden nicht so unterschiedlich, wie jeder mit einem Blick auf die Zutaten selber nachprüfen kann. Auch für Veganer sehe ich schöne Vorteile.
Viel schwerer wiegt aber: Ist es eigentlich nicht viel angenehmer und ansprechender, schön industriell (keimfrei) gefertigten Käse aus hauptsächlich pflanzlichen Zutaten zu sich zu nehmen, als ein seltsames Produkt, das aus dem Drüsenprodukt eines großen, dummen Säugetiers besteht? Und das vor dem Verzehr monate- bis jahrelang in stinkenden, dunklen Kammern herumliegt und von zahllosen Schimmelpilzen und Bakterien zerfressen und verdaut wird?
Ich hab nix gegen Käse, im Gegenteil. Aber genauso wenig hab ich gegen das analoge Pendant. Ehrlich gesagt finde ich das sogar unbedenklicher.
Brand im Ursulinenhof – die Story
Anfangs hab ich mal wieder gar nichts mitbekommen – obwohl meine Bürofenster direkt auf den Ursulinenhofs blicken. Aber fleißig wie ich nunmal bin starrte ich angestrengt auf die Monitore und rümpfte zwischendurch nur kurz die Nase, weil in den umliegenden Restaurants offenbar jemand mal wieder was anbrennen hat lassen.
Raus geschaut hab ich erst, als eine freundliche Kollegin von ein paar Stockwerke über mir anrief und riet, alle Fenster zu schließen. Da war die Rauchentwicklung bereits so stark, dass ich keine drei Meter mehr sehen konnte.
Es hat dann noch ein paar Minuten gedauert, bis die Feuerwehr eintraf. Zu der Zeit loderten dann auch schon die Flammen aus dem Dach des Ursulinenhofs, dafür verschwand der Rauch weitgehend. Als aber alle Feuerwehrleitern und -kräne auf Position gebracht waren, war das Schlimmste ziemlich schnell vorbei. Das war ungefähr zu der Zeit, als mein Weblog durch den Besucheransturm teilweise nicht mehr erreichbar war.
So gegen 18:00 machte ich mich, jetzt schon gelangweilt, auf den Heimweg:





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