Archive for category Freizeit

In jedem Gespräch …

… mit Mitgliedern des anderen Geschlechts, die man gegen 2 Uhr morgens in angenehm angeheiterten Zustand anspricht, entsteht nach den ersten, vorsichtig tastenden Sätzen eine unangenehme Pause. Die dauert zwar nur ein paar Sekunden, während beide verzweifelt nach einem neuen Gesprächsthema suchen, anfühlen tut sie sich aber wie Stunden.

Bis einer der beiden mit der Standard-Konversation beginnt:

  • A (verkrampft, es sind schließlich schon Stunden ohne ein Wort vergangen):
    Und … ähm … wie alt bist du eigentlich?
  • B (froh, dass die Stille ein Ende hat, versucht möglichst geheimnisvoll und mysteriös auszusehen):
    Na rate mal.
  • A (dreht das Messer um):
    Ma nein, ich kann nicht gut Alter raten, das wird immer peinlich. Wie alt schätzt du mich?
  • B (muss jetzt die Suppe auslöffeln, die er eingebrockt hat, und versucht verzweifelt, den oder die Gegenüber weder zu jung noch zu alt zu machen):
    Puh … hmm … hmmmm … 25??
  • A (abgeschreckt und verunsichert):
    Oh, da bist aber weit daneben. Schau ich wirklich so aus?
  • [...]

Das Gespräch dreht sich jetzt noch einige Minuten um das Alter, nur um im Anschluss auf ähnlich langweilige Themen umzuschwenken. Nach zwei Stunden Smalltalk trennt man sich, ohne auch nur die Telefonnummer auszutauschen. Man sieht sich nie wieder.

Richtig wär aber gewesen:

  • A (verkrampft, es sind schließlich schon Stunden ohne ein Wort vergangen):
    Und … ähm … wie alt bist du eigentlich?
  • B:
    22. Du?
  • A:
    25. Gemma?
  • B:
    Jup.

Beide verlassen das Lokal und erleben die Nacht ihres Lebens, heiraten vier Jahre später, bekommen drei Kinder und elf Enkel und sterben nach einem glücklichen Leben zufrieden und gesund im hohen Alter von 105.

Und obwohl ich das richtige Vorgehen eigentlich so genau wüsste, passiert mir trotzdem immer die erste Variante ;)

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Warum wir Bier mögen

bierSeien wir einmal ehrlich: Bier schmeckt eigentlich nicht besonders gut. Wenn man sich mal alleine auf den Geschmack konzentriert, ist Bier gar nicht so super. Ein gepflegter Fruchtsaft schmeckt besser, auch eine kühler White Russian oder sogar eiskaltes Wasser frisch von der Quelle ist gschmackiger und erfrischender. Und trotzdem lieben wir es, Bier zu trinken. Mich eingeschlossen.

Die ersten paar Biere, die man mit zwölf, vierzehn Jahren getrunken hat, waren sogar richtig ekelhaft. Man hat damals, vom seltsamen Geruch schon vorgewarnt, vorsichtig dran genippt und angewidert den Mund verzogen. “Was finden da nur alle dran?” dachte man sich, “wieso trinkt das jeder, wenns so grauslich ist?”

Und heute, erwachsen oder zumindest auf dem besten Weg dahin, kann man gar nicht genug von dem Zeug kriegen. Am besten jeden Tag. Wieso ist das so?

Ganz einfach – was uns so schmeckt ist nicht das Bier selbst, sondern das Drumherum, das einfach zu dem Gebräu dazu gehört und unmittelbar damit assoziiert wird. Wir wurden über Jahre hinweg darauf konditioniert, dass Bier gleich Spaß bedeutet. Bier heißt, Zeit mit Freunden zu verbringen, einen gemütlichen Rausch zu haben, neue Menschen (Frauen) kennen zu lernen und einfach eine gute Zeit zu haben. Würden wir beim Fortgehen von Kindesbeinen an immer nur Lebertran zu uns nehmen (und hätte der die selbe angenehm berauschende Wirkung), würden uns Lebertran schmecken und wir würden ihn in randvollen, geeisten Halblitergläsern runterstürzen.

Darum schmeckt Bier auch nie so gut, wenn man es allein zu Hause während dem Fernsehen trinkt. Sicher – es ist nicht schlecht, aber irgendwas fehlt. Irgendwie ist das nicht das selbe Bier wie gestern Abend im sonnigen Biergarten oder wie letzte Woche am Studentenfestl. Umgekehrt ist es übrigens auch so: Fortgehen ohne Bier macht nur den halben Spaß.

Jahrhundertelange Konditionierung hat geschafft, was Werbung nie gelingen wird.

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In der größten Skihütte Europas …

… war ich dieses Wochenende im Rahmen eines denkwürdigen Betriebsausflugs. Mein Fazit: Das Etablissement ist wie das Hauptabendprogramm der großen deutschen Privatsender – tief, billig (natürlich nicht im Hinblick auf Geld) und nüchtern unmöglich auszuhalten. Dank der preislich akzeptablen und geschmacklich angenehmen Cola-Rums und der hohen Kunst der Body-Shots, die ich dort erlernen durfte, war der Abend aber ein sehr netter.

Noch besser war aber das gemeinsame Rodeln, das ich sehr empfehlen kann und bestimmt mal wiederholen werde – auch wenn meine schönen neuen Handschuhe durch meine riskanten Lenkmanöver durchgewetzt wurden und mein Hintern einige Stunden kalt-nass war.

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My Malta Hard Facts

Fakten, Fakten, Fakten (und nichts als die Fakten, die härtesten obendrein) über meinen Maltaausflug:

  • Gut war: Das Hotel – wirkliche Spitzenklasse, im krassen Gegensatz zu bisherigen Erfahrungen mit Mittelmeerabsteigen: Die Zimmer penibelst sauber, die Badezimmer und Toiletten (auch die am Pool) luxuriös und stets blitzblank und wohlriechend und die in Hundertschaften anwesenden Lakaien sehr zuvorkommend (aber bei mir genügt ja schon ein ehrerbietiges "Sir?" um die Trinkgelder in astronomische Höhen zu treiben).
  • Schlecht war: Die (gratis) Internetanbindung im Hotel – die war vielleicht fünf Mbit. Da bin ich als Zentralräumler natürlich besseres gewohnt. Außerdem gabs nur 17-Zoll-TFT-Monitore – und nur einen pro PC!.
  • Langweilig war: Valetta. Unser geplanter Tagesausflug wurde spontan auf einige wenige Stunden komprimiert, nachdem wir in knapp vierzig Minuten alle sehenswerten Würdigkeiten erspäht und uns anschließend in stinkenden Hafenstraßen verfranzt hatten. Weniger langweilig ist aber die Städteverteilung auf jener niedlichen Insel: Eine Stadt grenzt einfach direkt an die nächste und man ist plötzlich ohne jede Warnung ganz wo anders.
  • Angenehm war: Dass, englischem Fernsehen sei Dank, meine Serien (The Simpsons, Futurama und einige andere) in ihrer Originalsprache liefen.
  • Überraschend war: Dass mein braver iPod die ganze Woche trotz intensivem Gebrauch mit einer einzigen Akkuladung ausgekommen ist – pünktlich kurz vor der Landung im heimatlichen Mitteleuropa hat die gute Seele dann erlaubterweise kapituliert.
  • Seltsam war: Dass die Fluglinie unseres Vertrauens, Air Malta, anscheinend ausschließlich männliche Stewardessen (mit absichtlichem Verzicht auf die männliche Berufsbezeichnung) beschäftigt – ich konnte zwar eine Dame in Uniform ausmachen, die war aber anscheinend den Piloten zum alleinigen Gebrauch überlassen.
  • Wenig überraschend war: Dass ich, wie bei jedem Urlaub, die Sonne unterschätzte, mir am ersten Tag einen teuflischen Sonnenbrand holte und die restliche Zeit gut eingepackt im Schatten verbringen musste.
  • Verstörend war: Dass die strenge Zolldame am F.-J.-Strauß-Flughafen genau gewusst hat, dass mir vor einigen Tagen mein Führerschein abhanden gekommen ist und mich ein bisschen rügte deswegen.

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My Malta Pictures

Wie versprochen und mehrfach angekündigt hier einige wenige jugendfreie Fotos meines Malta-Urlaubes – Hotel, Valetta, etc.:

Viel interessanter ist jedoch, dass eine gewisse kybernetische Rasse sich gut auf der kleinen Insel eingelebt hat:

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