Diplomreise

Am Samstag gehts ab nach Spanien, Abflug 14:20 in Salzburg, Ankunft den Samstag drauf um 13:40.

Für alle, dies interessiert: Wir (acht Leute – vier Hasen, vier richtige Männer, davon auch drei Noch-Nicht-Akademiker, nämlich Daniel, Florian und Hannes) wohnen in einem schmucken kleinen Häuschen an der Costa Brava:

Das geräumige Haus VILLA MARQUEZ ist gut für befreundete Familien geeignet. Es steht im Ortsteil Aiguaviva, auf einem ca. 600 m² großen, geschlossenen Hanggrundstück teils geplättelt mit einigen Bäumen. Geschäfte und Restaurants 2 km. Strand 7 km. Lloret de Mar 8 km. Parkmöglichkeit an der Nebenstraße vor dem Haus. Vor dem Haus Pool (ca. 9 x 4 m) mit Poolterrasse, 2 Sonnenliegen und Außendusche. Große, teilüberdachte Terrasse mit Gartenmöbeln. Außengrill. Das Haus besteht aus zwei Hausteilen (interne Verbindung im Erdgeschoß). Einfache Einrichtung. Waschmaschine.

Optimal also, nachdem wir ja eine große, glückliche Familie sind. Leider etwas abgelegen, aber wir haben auch schon für zwei Mietautos gesorgt, dh wir sind mobil und können auch nach Barcelona cruisen, um uns sehenswürdigkeitenmäßig zu bilden.

Lloret de Mar ist angeblich ein Partyort und sollte für unsere Zwecke wie geschaffen sein:

Das sehr lebhafte Lloret de Mar, 70 km nördlich von Barcelona und 35 km südlich von Gerona, ist einer der größten Badeorte der Costa Brava. Vor der breiten, palmengesäumten Promenade erstreckt sich der etwa 1 km lange, grobsandige und kieselige Hauptstrand. Die schönen Badebuchten im ruhigeren Ortsteil Fenals (1 km) und Santa Cristina (2 km) im Süden sowie Cala Canyelles (3 km) im Norden mit teils grobsandigen, teils feinsandigen Stränden. In dem quicklebendigen Ort wird bei mehr als 400 Bars, Restaurants, Geschäften, Discos, Kinos und Nachtclubs sowie einem Spielcasino Unterhaltung und Vergnügen groß geschrieben. Sehr gutes Sportangebot und selbstverständlich auch fast alle Wassersportarten.

Ich freu mich jedenfalls schon enorm, auch wenns ein bisschen traurig wird, es sind ja schließlich die letzten Tage mit und als seb02.

ps: Dankeschön übrigens an Manu und Edith, die, soweit ich weiß, den Großteil der undankbaren Organisation übernommen haben.

My movie review: Capote

Gestern haben wir uns, in Ermangelung einer Alternative (Faktotum wurde etwas zu spät gespielt), den ziemlich hochgelobten Film Capote zu Gemüte geführt – zu unserer nicht geringen Überraschung in der Originalfassung mit Untertiteln. Mir war dies nur recht, meiner Begleitung weniger.

Der Film selbst ist sehr ruhig, es gibt kaum Musik, oft gibt es Szenen, wo sich einfach nichts tut. Die Kamera ist äußerst konservativ (keine Bewegung, keine Fahrten, keine Zooms). Der Hauptdarsteller, der den erfolgreichen und äußerst exzentrischen Schriftsteller Truman Capote in den frühen 60er Jahren spielt, ist hervorragend, sobald man sich mal an seine seltsame Stimme gewöhnt hat. Sehr detailliert (oft langatmig) wird die Geschichte von einem brutalen Mord erzählt, über den Capote ein Buch schreiben will. So lernt er die beiden Killer kennen, in einen davon verliebt (?) er sich und unterstützt ihn bei der Suche nach Anwälten und bei Berufungen gegen die verhängte Todesstrafe. Capote wird immer mehr von dessen Geschichte gefesselt, er erfährt sehr viele Details, die sein Buch "In Cold Blood" zum absoluten Bestseller machen sollen. Als Zuschauer ist man aber ständig hin- und hergerissen: Hilft Capote den Mördern aus Zuneigung, oder will er nur noch mehr Details und mehr Geschichten über den Mord hören, weil er unbedingt einen neuen Welthit schreiben will?

Dazu kommt außerdem, dass er in seinem Buch die Mörder als blutrünstige Bestien darstellt und nicht, wie er den Mördern erzählt, gut und bloß missverstanden. So kommt es zu einem Interessenskonflikt – er kann sein Buch nicht fertigstellen und veröffentlichen, solange die beiden Männer noch leben – durch die Hilfe von den durch Capote vermittelten Anwälten wird die Todesstrafe ständig aufgeschoben. Schließlich untersagt er diese Hilfe, beide Männer werden erhängt. Capote wird von enormen Selbstvorwürfen geplagt.

Capote ist eine wahre Geschichte, Truman Capotes Buch "In Cold Blood" war einer der größten Bestseller in den USA. Nach diesem Hit hat er nie wieder ein Buch geschrieben und starb später Alkoholmissbrauch. Capote hat übrigens auch den Oskar für die beste Hauptrolle bekommen.

Mein Fazit: Ein durchaus guter Film, der ziemlich aufwühlt, leider für meinen Geschmack aber etwas zu ruhig und langatmig ist. Einmal Ansehen ist empfehlenswert, ein zweites Mal wird schon zu anstrengend.

Mountainspektakel

Dieses Wochenende stieg das Festlereignis des Jahres – das traditionelle Mountainspektakel am Saint Jonesinger Hansberg. Selbstredend ließen es sich der gute Ghostwriter und meine Wenigkeit, begleitet von drei (!) Damen, nicht nehmen, dem Treiben persönlich beizuwohnen. Das Wetter meinte es außerordentlich gut mit uns, es war trocken und gar nicht mal allzu kalt.

Im Gegensatz zu dem üblichen standardisierten Feuerwehrfestl, derer es im Mühlviertel ja genug zum Saufüttern gibt, sind in Saint Jones Unmengen an Verwandtschaft anzutreffen – sogar die älteren Menschen, die bei mir im Saxx-Manor wohnen, waren sensationellerweise anzutreffen. Dies hat nicht nur den Vorteil von interessanten Gesprächen (mit dem Bürgermeister von Saint Jones wurden Unmengen an Plänen bezüglich SaintJones.info geschmiedet), sondern schont auch ganz enorm den Geldbeutel, da Verwandtschaft gerne dazu tendiert, die eine oder andere Sachspende in flüssiger Form zu überreichen. Der Ghostwriter und ich haben übrigens auch fleißig Pickerl mit der Aufschrift http://www.saintjones.info – Insider news for an insider town ausgeteilt – Werbung muss sein.

Abgesehen davon muss man aber so ehrlich sein und zugeben, dass es sich beim Mountainspektakel um kein extra erwähnenswertes Festl handelt – es ist ziemlich klein und es gibt auch sonst keine Besonderheiten.

Ein Tipp

Es ist keine gute Idee, sich zum Abendessen eine Coppenrath & Wiese Erdbeer-Sahne-Torte zu besorgen, und sich anschließend der Illusion hinzugeben, dass man diese bis zum Schlafengehn zu zweit verputzen kann – auch wenn die Nacht wegen anstehender Arbeit eine lange ist.

Und das Ganze ist eine noch weniger gute Idee, wenn man, so wie der gute Wiggles, drei Wurstsemmerl vorher verdrückt, weil man "eh scho so an Hunga hot und ned so long warten wü, bis de Torten auftaut". Und man dann nicht einmal noch genug Gusta hat, das vierte Semmerl aufzuessen.

Mein Dank geht also an Coppenrath & Wiese für ein gar lecker Teil, an die gute Manu für die Löffelchen und die Esshilfe in der Not, an die Wiese für die freundliche Aufnahme eines angebissenen Mortadellasemmerls und an die Hagenberger Kanalisation für die mindestens so freundliche Aufname trauriger Sahnereste.

Gestriger Pokerabend

Gestern fand mehr oder weniger spontan erneut eine Pokersession in Rohrbach statt. Diesmal aber nicht mehr am Grimsnhof, sondern in der legendären Mosthüttn, einem kleinen aber feinen Etablissement etwas außerhalb Rohrbachs – ein Geheimtipp für alle, die hinfinden. Geführt wird diese Jausenstation von einem alten Ehepaar und einer noch älteren weißhaarigen, äußerst fingerfertigen Dame, wahrscheinlich die Mutter. Die Atmopshäre ist aber sensationell, die Preise günstig, die Jause (vor allem der Erdäpfelkäse) ein Gedicht.

 
So etwas Ordinäres wie eine Bar wird in der Mosthüttn nicht benötigt


Ein jeder ist hochmotiviert und bis zum Zerreißen gespannt auf das Spiel. Trotzdem wird noch ein letztes Mal die Anleitung studiert.


Selbst die alte Wirtin ist noch hart im Nehmen.


Zu später Stunde waren wir die letzten Gäste, drum beehrte uns der Wirt persönlich und vertrieb den bereits Ausgeschiedenen die Zeit mit kleinen Spielereien und Rätseln. 

 
Wenns ums Geld geht, ist es kein Spaß mehr. 


Ich ging als Chipleader ins Finale – leider nur um dort alles zu verlieren. 


Das strahlende Lächeln eines Siegers.