Archive for category Techtalk

Brand im Ursulinenhof – technische Nachbetrachtung

Da ich arbeitsplatzbedingt einen schönen Blick auf den Ursulinenhof habe, war es nicht besonders schwer für mich, der erste mit Fotos vom Brand zu sein. Das iPhone fotografiert zwar alles andere als schön, aber mit der “Autokorrektur”-Funktion des Microsoft Office Picture Manager (übrigens mein Lieblingstool in der Office-Suite) wurden sie dann doch ganz akzeptabel.

Gegen den beißenden Spott meiner wenig computer-affinen Arbeitskolleginnen habe ich mich sehr beeilt, meine Fotos ins Internet zu laden und allerlei Links darauf zu setzen. Ich habe entsprechende Kommentare bei ORF.at hinterlassen, ebenso bei DiePresse.com und auf Twitter.

Mit dem darauf folgenden Ansturm habe ich nicht gerechnet. Mein Billig-Webspace bei GoDaddy ist total in die Knie gegangen und hat so manchen Besucher mit der allbekannten “Apache-ist-überfordert”-Fehlerseite begrüßt. Innerhalb weniger Stunden war die Action dann zwar auch schon wieder vorbei, die Besuchszahlen für RandomInsights werden für Juni aber dank dieser paar Stunden doch um die Hälfte steigen:

Die Besuche auf RandomInsights von 1. bis 7. Juni 2009

Die Besuche auf RandomInsights von 1. bis 7. Juni 2009

Die Besuche von ORF.at werden in dieser Aufzählung übrigens als “direct” gezählt, da in den dortigen Kommentaren keine richtigen Links aufscheinen. Die Besuche von Facebook und Twitter kommen fast ausschließlich über “Re-Posts” (ich bin gar nicht in Facebook), was zeigt, wie schnell sich etwas über solche Plattformen verbreitet.

Über Twitter wurden meine Fotos auch vom Standard entdeckt, der mit mir Kontakt aufnahm und schlussendlich eines meiner Fotos auf der Titelseite der Printausgabe druckte (man beachte den Quellverweis beim Foto :). Gegen meinen ausdrücklichen Willen werde ich sogar dafür bezahlt. Ich habe zwar noch nichts überwiesen bekommen, aber mir wurde der (wohl eher symbolische) Betrag von 50 Euro versprochen. Auch das verlinkte PDF stammt übrigens direkt vom Standard. Danke für die nette Zusammenarbeit.

Was mich extrem überrascht hat, ist der Stellenwert, den Twitter, Facebook und Co bei den klassischen Medien schon spielen und wie schnell da auf Ereignisse reagiert und profitiert wird. Das festigt mich einmal mehr in der Überzeugung, dass die Nachrichten der Zukunft immer mehr aus der Community kommen. Nachdem es mit der sagenumwobenen Neutralität von Zeitungen sowieso nicht weit her ist, kann ich auch gleich einen Blogeintrag einer direkt betroffenen Person zum Thema lesen. Das geht schneller, biliger, ist meist interessanter und ich muss mir auch nicht Sorgen machen, dass ich von irgendeinem Medienprofi manipuliert werde.

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Windows 7 auf meinem Samsung NC10 Netbook

Gleich nach der Veröffentlichung des Release Candidate habe ich mich am Freitag durch das völlig überlastete TechNet gekämpft und das neue Windows auf meinem Samsung NC10 Netbook installiert – nachdem dem ein DVD-Laufwerk fehlt, von einem USB-Stick.

Ich habe schon im Vorfeld sehr viel Lob für den Nachfolger des verpfuschten Windows Vista gehört und war daher verständlicherweise mächtig gespannt, ob Windows 7 meinen hohen Erwartungen entspricht.

Tut es. Die Installation lief absolut problemlos und ziemlich flott, sämtliche Hardware wurde klaglos und ohne “externe” Treiber erkannt, auch so übliche Verdächtige wie WLAN laufen ohne Fummeleien. Nur das Mikrofon scheint auf den ersten Blick nicht zu funktionieren, was mir aber herzlich egal ist und angeblich durch die Installation der Realtek-Treiber zu beheben ist.

Auch die Performance lässt keine Klagen zu. Selbst auf der minimalen Hardware meines Netbooks (1,6 GHz Atom, 1 GB RAM) fühlt sich Windows 7 fast so schnell an wie XP – und das trotz aller aktivierten visuellen Guzies wie Aero und ohne meine XP-üblichen Tweaks. Trotzdem ist der Score natürlich im unteren Bereich angesiedelt:

Windows 7 Score on my Samsung NC10 Netbook

Windows 7 Score on my Samsung NC10 Netbook

Auch die Akkulaufzeit scheint mir nach zwei Tagen Tests mit der von Windows XP vergleichbar – mit hellstmöglich eingestelltem Monitor etwa 5 Stunden. Mit dem auf der Samsung-Website zur Verfügung gestellten “Easy Display Manager” funktionieren auch die für mich so wichtigen FN-Tasten für Helligkeit, Lautstärke, etc. – auch wenn das dortige Tool nur für XP ist. Unglücklicherweise scheint es aber ab und an unregelmäßig und -reproduzierbar bei Verwendung abzustürzen (keine Fehlermeldung, aber die FN-Tasten reagieren plötzlich nicht mehr), was aber nicht besonders tragisch ist, denn man kann den “Easy Display Manager” einfach zur Laufzeit neu starten, dann arbeiten die Tasten wieder korrekt

Bis auf das Mikrofon und den noch nicht ganz perfekten Support der FN-Tasten konnte ich noch keine Probleme entdecken – beides wohl aber sowieso weniger Windows- als Treiberprobleme. Die nächsten Tage werde ich auch meinem Desktop-PC den Windows 7 RC verpassen – aus naheliegenden Gründen habe ich vor Jahren auf den Wechsel auf Windows Vista verzichtet, daher ist die Umgewöhnung von XP auf Windows 7 gar nicht so einfach auf meine alten Tage.

Fazit: Obwohl es Windows 7 erst als Release Candidate gibt, kann ich definitiv eine Empfehlung aussprechen – unbedingt mal ausprobieren.

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Geh Microsoft, “Dummy”, muss das sein?

Für die Entwickler unter meinen Lesern, ansonsten ohne Worte:

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Wuala

Die Tage wurde ich auf neues kleines Projekt namens Wuala aufmerksam gemacht. Dabei wird ein P2P-Ansatz genutzt, um eigene Daten verteilt und redundant auf vielen verschiedenen Computern im Internet zu speichern (natürlich verschlüsselt). Das eignet sich einerseits ganz nett für Backups (endlich sind meine auch geografisch getrennt), aber auch zum sicheren Austausch von Dateien, weil man auf Wunsch seine Wuala-Daten für Freunde freigeben kann.

Zum Start gibt es für jeden Benutzer 1 GB Speicherguthaben. Man kann sich aber zusätzlichen Speicher verdienen, indem man Platz auf seiner eigenen Festplatte für andere Benutzer bereitstellt – davon lebt ja praktisch das Wuala-P2P-Netz.

Wuala befindet sicher derzeit noch in einer geschlossenen Alpha-Phase, aber ich habe noch ein paar Einladungen übrig, die ich gerne an den einen oder anderen geneigten Leser verteilen würde (bitte melden) – und wenn es nur deshalb ist, weil ich für jeden geworbenen Benutzer ein weiteres GB Speicherplatz bekomme …

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My Xbox Troubles

Am Wochenende hätte ich es doch tatsächlich fast geschafft, meiner lieben alten Xbox (Version 1.0, übrigens) Schaden zuzufügen. Es verhielt sich folgendermaßen:

Meine Xbox wurde vor vielen Jahren von einem gewieften Techniker lötenderweise softgemoddet, danach von mir mit einer erheblich größeren Festplatte ausgestattet und dient jetzt in Netzwerkverbindung mit meinem PC als perfektes Mediencenter – dank des wunderbaren Xbox Media Centers (XBMC), meiner Meinung nach die mit Abstand beste Mediencentersoftware wo gibt. Seit Jahren erledigt der schwarze Ziegel klaglos seinen Dienst und ist eigentlich täglich bei mir in Verwendung.

In unregelmäßigen Abständen fällt es mir dann ein, dass ich das XBMC mal wieder auf den neuesten Stand bringen könnte (da es ständig um äußerst nützliche Features erweitert wird). Dieser Vorgang ist auch kein Problem – per FTP auf die Xbox verbinden, alte Dateien löschen (dabei auf die Konfigurationsdateien achten, man will ja nicht alles neu einstellen müssen), neue Dateien kopieren, neu booten und erfreut sein was nicht alles noch besser geworden ist. Schon dutzende Male so erledigt, noch nie Probleme gehabt.

Diesmal lief es leider etwas schief: Ich besorgte mir einen aktuellen Build des XBMC, löschte, achtete und kopierte fleißig. Nichts Schlimmes befürchtend starte ich schließlich die Xbox neu – statt des XBMC Logos (das XBMC wird bei mir direkt automatisch nach dem Start geladen) wurde ich von einer schwarzen, 42-Zoll großen Fläche begrüßt, untermalt von hörbar ungewöhnlichen Festplattengeräuschen aus der Xbox. "Fuck, do hots wos", dachte ich mir noch relativ unbeeindruckt, bis ich mir des ganzen Ausmaßes des Problems gewahr wurde: Ohne XBMC läuft auch kein FTP-Server, und ohne FTP-Server konnte ich mich nicht zur Xbox verbinden und folglich auch keine Probleme beheben. Blöde Sache soweit.

Kurz schweiften meine Gedanken bereits zu einem Xbox-Ersatz ab, bis mir eine Idee kam: Mal sehen, ob das Ding noch von einer DVD booten kann. Und tatsächlich, Halo (1, nicht 3) lud problemlos. Erleichtert ergriff ich diesen Strohhalm und brannte mir eine DVD, von der die Xbox booten und mir einen FTP-Server zur Verfügung stellen konnte. Das Unangenehme bei der Xbox ist nur, dass dort gerne DVD-Laufwerke verbaut wurden, die so gar nicht mit selbst gebrannten Silberscheiben zusammen arbeiten wollen – und wenn doch, dann nur wenn man Glück und den richtigen Rohling hat. Darüber hinaus liest sie nur DVD+/-R und CD-RW, aber keine CD-R.
Um es kürzer zu machen: Ich hatte zwei verschiedene Marken von DVD-Rohlingen herumliegen – keine funktionierte. Also schnell auf zum Saturn (es war Samstag und kurz vor 17 Uhr) und dort eine ganze Batterie verschiedener DVD+/-R und CD-RW eingekauft. Es kostete mich zwei weitere Rohlinge verschiedener Hersteller, bis die Xbox endlich vom fünften korrekt bootete und ich wieder Verbindung per FTP aufnehmen konnte.

Die Ursache des Problems war übrigens schnell entdeckt: In meiner Hudlerei und vor lauter Holladaro hatte ich das XBMC versehentlich in das falsche Verzeichnis kopiert, was einen erfolgreichen Boot durchaus erschweren kann …

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