The Saturn Chronicles, Afterglow

Hier ist noch nochmal eine Zusammenfassung aller Posts, die von meinen Erlebnissen von Saturn und Medion berichten, damit man sie sich nicht mehr einzeln zusammensuchen muss:

  1. Fuck Medion (aka The Saturn Chronicles, Part 1 (That Chronicles Pilot)).
  2. The Saturn Chronicles, Part 2
  3. The Saturn Chronicles, Part 3
  4. The Saturn Chronicles, Part 4
  5. The Saturn Chronicles, Part 5
  6. The Saturn Chronicles, Part 6 (That Chronicles Finale)
  7. The Saturn Chronicles, Episodes (aka Geschichten anderer)

Und außerdem, auf vielfachen Wunsch, die E-Mail-Korrespondenz zwischen Saturn und mir: Saturn Korrespondenz.pdf (21 KB).

The Saturn Chronicles, Episodes

Während meiner eineinhalbstündigen Wartezeit in der Saturn-Servicestelle war es mir möglich, ein paar andere Servicefälle zu beobachten.

Natürlich muss man einleitend schon sagen, dass ein Großteil der Fälle, die ich miterlebte, zur Zufriedenheit des Kunden erledigt wurden – mich beeindruckte vor allem, dass der überarbeite Servicemitarbeiter stets freundlich blieb. Trotzdem sind außergewöhnliche, unangenehme Zwischenfälle an der Tagesordnung:

Ein ganz krasses Beispiel war ein junger Mann, dessen Serviceproblem mir während eines gemütlichen Plauscherls näher gebracht wurde: Er hatte im Dezember eine Digitalkamera käuflich erworben, die im März defekt wurde. Guten Mutes brachte er das leidige Stück am 29. März (!! – er hat mir den Beleg gezeigt) in die Servicestelle. Dort wurden ihm für die Reparatur 45 Euro berechnet. Nachdem sich nach ein paar Wochen nichts getan hat, schaute er mal wieder in der Servicestelle vorbei. Dort war die Kamera aber nicht aufzufinden, man versicherte ihm jedoch, dass man ihm die Kamera per Post zuschicken würde.
Nachdem wieder nichts geschah, erkundigte sich erwähnter junger Mann telefonisch; man bat ihn, erneut bei der Servicestelle vorbeizuschauen. Dort war die Kamera aber nicht aufzufinden, man würde sie ihm per Post zukommen lassen. So ging das angeblich ein paar Mal hin und her.
Heute, der Kunde blieb übrigens erstaunlich gelassen, wurde ihm nun mitgeteilt, dass Saturn keine Ahnung hätte, wo die Kamera sich befindet, man werde ihm die Kosten aber erstatten. So bekam er eine Gutschrift für eine neue Digitalkamera in Höhe des Einkaufspreises der alten, die 45 Euro, die er für die Reparatur bezahlt hatte, sah er aber nicht mehr.

Ich konnte auch die Probleme einer jungen Frau miterleben, die seit Monaten versucht, ein Schnurlostelefon zum Laufen zu bringen. Saturn hat das Ding schon mehrmals ausgetauscht, aber es funktioniert noch immer nicht einwandfrei. Die gute Frau war schon ziemlich frustriert, der freundliche, jedoch hilflose Servicemensch konnte jedoch wieder nicht mehr tun, als das Gerät erneut auszutauschen. Der Bitte der Frau, dass endlich mal jemand persönlich vorbeischauen solle um das Telefon im Einsatz zu sehen und "on-site" zu reparieren, wurde nicht entsprochen.

The Saturn Chronicles, Part 6 (That Chronicles Finale)

Ich komme soeben vom Saturn in Linz und habe, das nehme ich gleich vorweg, mein Geld wieder. Whee!

Pünktlich zur Öffnung um halb 10 schleppe ich also wieder einmal die schwere Schachtel mit allem Drum und Dran in die Servicestelle. Durch meine Verbrechervisage vorsichtig gemacht, wollen die Herren dort zuerst meine Aussage (defekte NIC) nachprüfen. Leider darf ich nicht zusehen, während sie herumdoktorn, ich weiß nur, dass sie im Verlauf der eineinhalb Stunden, in denen ich wie ein Tiger im Käfig auf und ab watschele, unter anderem den PC neu aufsetzen – sprich genau das Prozedere wiederholen, das schon ein Softwareentwickler zwei Tag vorher ergebnislos versucht hat. Nach dieser Wartezeit aber gibt sich der gute Herr Nimmervoll doch geschlagen, bestätigt erneut einen Defekt am Motherboard und stellt mich dem Computer-Abteilungsleiter vor.

Der scheint nicht sehr erfreut und will mir ein neues Ersatzgerät mitgeben, ich, aus Fehlern klug geworden, bestehe aber auf einer Rückzahlung meines guten Geldes. Nach einer Rücksprache mit dem Geschäftsführer geht das dann endlich in Ordnung und nach ein paar Unterschriften verlasse ich, alles in allem gut zwei Stunden später, mit einem dicken Geldbündel in meinen verkrampften Fingern, die Saturn-Geschäftsstelle.

Fazit: Grundsätzlich war die Saturn-Servicestelle immer hilfsbereit und freundlich, aber auch aufgrund des Medion-Mists äußerst hilf- und machtlos. Trotzdem ist es mir ein Rätsel, wie eine eigentlich so einfache Reparatur vier Wochen dauern kann und wie danach schon wieder etwas defekt sein kann (das sollte doch eingehend überprüft werden nach der Reparatur). Jedenfalls war dies das letzte Mal, dass ich mir ein Billig-Schrott-System gekauft habe (und ich sage das, während mein Billig-Server im Nachbarzimmer seit Jahren klaglos seinen Dienst verrichtet). Die verschwendete Zeit werde ich nie wieder zurückbekommen, dafür bin ich um einige Erfahrungen reicher. Und ich durfte für einige Tage Windows Vista auf einem schnellen System ausprobieren. Jedenfalls bin ich wirklich froh, dass die Causa damit abgeschlossen ist.

The Saturn Chronicles, Part 5

I can’t take it anymore. I just can’t.

Ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Am Freitag hab ich mir endlich meinen PC vom Saturn geholt, Samstag Nachmittag hab ich damit zugebracht, das System neu aufzusetzen und alles einzurichten, da die ehemals fehlerhaften USB-Ports nun wunderbar funktionieren. Kaum habe ich Stunden damit zugebracht, alles perfekt auf meine Bedürfnisse anzupassen, merke ich, dass irgendetwas fehlt: Offensichtlich funktioniert die Netzwerkkarte nicht – zuerst ist mir das nicht aufgefallen, da ich über WLAN, und nicht LAN, online gehe.

Nach ein paar weiteren Stunden des Herumspielens (akutelle Chipsatztreiber etc. installiert, außerdem den fruchtlosen Versuch unternommen, das BIOS mit einer neueren Version von der Medion Website zu flashen), hab ich aufgegeben und heute Morgen erneut ein unfreundliches E-Mail an die Saturn-Servicestelle verschickt. Laut Gewährleistungsrecht sollte ich jetzt (nach einem ganz offensichtlich fehlgeschlagenem Reparaturversuch) das ganze Teufelsteil zurückgeben können – mal schaun ob das so einfach funktioniert …

Wenigstens hat das heutige Sonntagsfrühstück im Josef mit Sarah meine Stimmung etwas gehoben – Hass verwandelt sich schön langsam in Resignation. Wenigstens gibt das Ganze eine lustige Geschichte ab.

The Saturn Chronicles, Part 4

Offensichtlich hat mein böses E-Mail gestern (oder wenigstens mein Hinweis auf die baldige Rückgabe) die Saturn-Serviceabteilung aufgeweckt. Noch gestern Abend (so gegen 21 Uhr) hab ich eine entschuldigendes E-Mail zurückbekommen, wo mir ein Herr versicherte, dass er sich sofort darum kümmern und mich morgen anrufen würde.

Und tatsächlich, soeben hat mich jener Herr angerufen und mitgeteilt, dass mein Rechner soeben angekommen wäre und abholbereit sei. Als fadenscheinige Ausrede hatte er "Lieferprobleme beim Mainboard" ins Feld geführt – eine offensichtliche Lüge, da mir ja schon letzte Woche mitgeteilt wurde, dass das Mainboard ausgetauscht wäre. Aber ich habs mal so hingenommen. Nun bin ich gespannt, ob nun alles funktioniert …