Nach der gefühlt tausendsten Diskussion mit Menschen, die nach anderthalb Folgen Big Bang Theory meinen ganz genau zu wissen, was Nerds sind und tun, wird es Zeit für einen kurzen Beitrag zu dem Thema (heute mal weniger Text, dafür Bilder. Sonst schreibe ich mich noch in eine flammende Hassrede).
Eingangs ist zu klären: Hipster sind keine Nerds. Auch wenn sie plötzlich die Brillen cool finden (oder mittlerweile auch schon nicht mehr, wer kann schon sagen, was Hipster grade cool finden). Nerds sind zwar ziemlich hip geworden die Tage, aber Nerds (und das ist der einzig quantifizierbare Unterschied zu Hipstern) ist es scheißegal, ob sie hip sind.
Aber, am allerwichtigsten: Sheldon Cooper ist nicht der universelle Prototyp eines Nerds, nach dem sich alle Stereotypen zu richten haben. Er ist vielmehr Autist; Asperger, um genau zu sein – das sollte ziemlich offensichtlich und allgemein bekannt sein, auch wenn der Erfinder der Serie das halbherzig verneint. Die Symptome des Asperger-Syndroms, die da wären (auszugsweise)
- Leben nach Routinen
- Ungewöhnliches Sozialverhalten
- Auffällige Sprache
- Spezialinteressen
- Intelligenz
sind nicht gleich automatisch die Zeichen von Nerdismus, auch wenn das einige zu meinen glauben. Nämlich, und jetzt haltet euch fest, es gibt keinen universalgültigen Nerdismus. Das ist nicht wie mit Grippe, nach dem Motto “(Halsweh || Kopfweh) && Fieber == Grippe”. Eine Brille und ein T-Shirt machen noch keinen Nerd, wie auch die Absenz solcher Insignien nicht keinen machen. Bitte das fürderhin zu beachten, ganz nach dem Motto:
