Posts Tagged Gusenbauer
Die iPhone-Amtsenthebung
Meine orange Lieblingsunterhaltungspartei konnte vorübergehend endlich wieder mein Interesse an der Politik wecken und erneut einen schockierenden Skandal im Bundeskanzleramt aufdecken: Großkanzler Gusenbauer telefonierte offensichtlich bereits mit einem iPhone, bevor es dies überhaupt offiziell in Österreich zu kaufen gab!
Das BZÖ will daher folgerichtig wissen, wie Gusenbauer das gemacht hat – hat eres entweder illegal entsperre lassen oder ein legales VIP-only Upgrade bekommen? Der Kanzler winkt aber ab, denn bei dem iPhone handelt es sich erstens um das Privattelefon und zweitens hätte er es sich schon vor Monaten ganz legal aus den USA besorgt. Umso schlimmer, denn dann müsste unser sozialistisch-solidarischer Kanzler nicht nur die saftigen AT&T Grundgebühren bezahlen, sondern auch noch gleich dick Roaminggebühren dazu, denn dann wären natürlich alle Telefonate in Europa Auslandsgespräche.
Ich appelliere also an Gusenbauer, den einzigen logischen Schritt zu gehen und wenigstens noch einen Teil seines Gesichts zu bewahren: Gusi, erkläre zähneknirschend, dass du (verständlicherweise) halt einfach nicht auf solche technische Spielereien verzichten magst und es dir daher illegal entsperren hast lassen. Privat-Upgrades kommen bei der roten Parteibasis sicher nicht besser an als Handyrechnungen zu den Kosten eines kleinen Sportwagens.
Überhaupt hat sich der Kanzler als Politiker und oberster Diener des Volkes gefälligst nach diesem zu richten und irgendein spottbilliges Nokia-Handy zu einem Telering-Alles-Inklusive-Aber-Maximal-X-Minuten-Tarif zu nutzen. Basta.
Skandal: Gusi nicht eingeladen!
Wie unser aller Lieblinkskanzler Gusi Gusenbauer ("I wü ned Kanzler wern") gestern erfahren musste, wurde er von EU-Ratspräsident José Barroso nicht zu einem informellen Brainstorming einiger EU-Staatschefs eingeladen. Offiziell zeigt sich das Bundeskanzleramt überrascht.
Inoffiziell ist unser Kanzler aber stockbeleidigt. "Wonn mi da Sepp do ned ned einlodt, don braucht er a goa ned zu meiner Geburtstagsparty im Februar kuma. Und zu meiner Bande ghert er sowieso a nimma", erklärte während der extra einberufenen Pressekonferenz ein offensichtlich schlecht gelaunter Gusi mit leicht zittriger Stimme, "und übahaupt hob i den Suam eh nie mögn, i hob imma nua so tan." Darüber hinaus kündigte er noch eine ganze Menge anderer Dinge, an die sich aber keiner mehr erinnern kann, weil seine Versprechungen kaum noch jemand ernst nimmt.
Zur Regierung
Lange hab ich versucht, es mir zu verkneifen und nicht in den Gleichschritt all der anderen sinn- und meinungsloser Polit-Blogger ein zu fallen, aber ich kann es mir nicht mehr verhalten. Meine redlichen Versuche sind nicht von Dauer, ich muss etwas über unsere neue Regierung schreiben.
Ich finde sie genial. Als konservatives Kind des Mühlviertels konnte mir nach dem oktöblichen Wahldebakel kaum etwas Besseres passieren. Mittlerweile ist mir sogar der gute Fredl Gusenbauer richtig sympatisch. Ich freu mich jedes Mal, wenn ich ihn irgendwo auf ORF 2 erspähe (auch wenn sogar er ein Spürchen zugelegt hat). Ganz lustig finde ich vor allem, wenn er vom "Regierungsprojekt" spricht, wie wenn es dieses Mal eine Art Prototyp oder Testlauf wäre – für meinen Sprachgebrauch ist ein "Projekt" wenn ich zum Beispiel testweise statt des superweichen Klopapiers nur mehr das billige zweilagige verwende … Die Ergebnisse beider Projekte werden wohl nicht recht unterschiedlich ausfallen, so gesehen passt das Wort "Projekt" ja doch wieder.
Am meisten muss ich mich aber über die ganzen protestierenden Studenten freuen. Studenten gebühren Gebühren, wenn ich dieses schöne Zitat von Christoph Grissemann gebrauchen darf. Ganz klar, dass sie nach dem gebrochenen Versprechen (die, man verzeihe mir das billige Wortspiel, sich wie ein roter Faden durch die letzten Monate ziehen) die Studenten in bester österreichischer Manier herum sudern. Und wenn ich während meiner Studentenzeit eines gelernt habe, dann eines: Studenten tun alles, um nicht arbeiten zu müssen. Daher gehe ich mal davon aus, dass kein einziger Student das Alibiangebot zur Sozialarbeit in Anspruch nehmen wird. Da geht lieber jeder wie bisher schnorren zu Papa oder Oma – ganz klar.
Überhaupt, man sehe es mal von dieser Seite: Studenten wollen bekanntlich einen sozialen und fairen (sprich für sie kostenlosen) Zugang zu Universitäten; merken wir uns also das Wort "fair". Wie kommen dann also Millionen Steuerzahler dazu, das Studium für diese paar Studenten zu finanzieren, auf dass sich diese dann in ein paar Jährchen einen erheblich besseren Lebensstil leisten können und verächtlich herab schauen? Wär es eigentlich nicht viel fairer, wenn jeder selbst für sein Studium aufkommen müsste – weil es profitiert ja wohl jeder selbst am meisten davon. Wieso soll ein Vorarlberger Skiliftwart (teilweise) für das Studium des Wiener Sohns eines Ärzteehepaars aufkommen? Fair? Hmm.
Wie ich zu den Eurofightern stehe, ist glaub ich jedem klar. Allein die Ankündigung, dass der neue Verteidigungsminister "versuchen soll, den Preis zu senken", hat mich herzlich lachen lassen. Ich hör die EADS schon sagen: "Jo mei, de sand eich zu teuer?! Jo wonnma des glei gwusst hättn, da lossma eich scho nu fuffzg Prozent nach, weils so liab gfragt habts.". Das war übrigens auch der mit Abstand genialste Zug der ÖVP-Verhandler: Jetzt muss bald ein roter Verteidigungsminister die neuen Flugzeuge am Zeltweg in Empfang nehmen – in Sachen PR sicher nur suboptimal.
Ich glaub ich bin auch so ziemlich der einzige, der den Weggang von Heinzi Grasser begrüßt; gegen die überzeugte Meinung jedes bisherigen Diskussionspartners wage ich zu behaupten, dass er gar nicht so super war. Für mich war KHG nur ein öffentlichkeitsgeiler aalglatter Fisch, der durch ein paar Tricks und Schachzüge die Staatsbilanz geschönt hat. Jetzt, wo er mit seiner Trickkiste am Ende ist, verlässt er stolz winkend die Bühne. Willi Molterer hat wenigstens eine vernünftige Frisur und schaut nicht wie ein billiger Gigolo aus …
Sinowatz
Folgende satirisch anmutende, aber offenbar ernst gemeinte Headline fiel mir heute bei meiner Lektüre österreichischer Zeitungen und Magazine im Internet sofort auf (nachzulesen ist dieser Artikel übrigens unter http://www.networld.at/index.html?/articles/0642/30/154477.shtml):
Auch Alz-Bürgermeister Zilk trat neuer Bewegung bei
Gerade Sinowatz soll es sein, welcher der heruntergekommenen alten Dame ÖBG zu neuem Glanz verhelfen soll?! An seiner Seite der – Nomen est Omen – ALZi-Bürgermeister Zilk?
Dies inspirierte mich natürlich sofort dazu, einige neue Headlines zu kreieren:
- Der Glöckner von Notre Dame wirbt jetzt für L’Oreal – weil er es sich wert ist.
- Johann Hansi Krankl, Gerhard Schröder sowie Franz Beckenbauer gründen eine Bewegung für neue Bescheidenheit.
- Familie Lugner besteht auf Wahrung ihrer Privatsphäre.
- Edmund Stoiber gewinnt den deutschen Redepreis 2006.
- Dolly Buster, Gina Wild (die ja neuerdings unter ihrem Künstlernamen Michaela Schaffrath auftritt – niemand weiß warum) und Lilo Wanders tretten dem “Kardinal-Ratzinger Fanclub” bei.
- Zwischen der Deutschen Bank sowie Morgan Stanley ist ein handfester Streit um die Verpflichtung von Wolfgang Flöttl und Helmut Elsner entbrannt.
- Francesco Totti, Big-Brother Slatko, der dumme August sowie Fredl Gusenbauer gründen eine Think-Tank.
Nationalratswahl 2006
Die Nationalratswahl steht vor der Tür. Und da sich für viele Weblogleser das erste Mal unweigerlich ankündigt, sieht sich der Ghostwriter bemüßigt, wie immer tatkräftig von seinem Chef unterstützt, politische Aufklärungsarbeit zu leisten.
Viele junge Menschen, schenkt man der geliebten Krone Glauben, sollen keine Kenntnis davon besitzen, daß es sich bei „HPM“ nicht um ein neues dänisches Modelabel handelt, ein Gusenbauer mehr als nur rote Rüben anbaut, dass „Strache“, trotz enger Verwandtschaft, kein Synonym für die im Mühlviertel wohlbekannte „Strauka“ ist, dass es sich bei einem van der Bellen nicht zwangsläufig um einen coolen Hund handeln muss oder dass eine Schüssel auch außerhalb der Küche zu etwas zu gebrauchen ist.
Um jedoch dem Grundsatz der strengen Objektivität gerecht werden zu können, wollen sich der Ghostwriter und sein Chef (welche sich an dieser Stelle als politische Neutronen outen) sich nicht an Diskussionen beteiligen, ob uns die ÖVP das Wasser gestohlen hat (weiß vielleicht jemand, wo sie es hingebracht hat?), ob auch Peter Westenthaler aka Ing. Hojac nach einem Wahlsieg der wahlwerbenden Partei/Liste/Bewegung/Bündnis „Die Freiheitlichen – Liste Hojac – BZÖ – Jörg H. and Friends – Tante Ursi und Hubsi G. sowie der Rest der coolen Gang“ dem Ausländerkontingent zugerechnet wird und damit auswandern muss oder wie man eine Schwiegermutter anständig zu behandeln hat.
Vielmehr machen wir uns in den nächsten Wochen an dieser Stelle, ganz im Sinne der Nächstenliebe, Gedanken, was diverse Politiker im Falle ihrer Abwahl oder Nichtwahl künftig mit ihrer überflüssigen Zeit so anfangen könnten. Damit geben wir Tipps ganz im Stile des ORF–Blockbuster-Formats „Schöner Leben“, das hoffentlich die glorreiche Lindner/Mück–Ära Jahrzehnte überdauern wird.
Neue Kommentare