Was ich heute nicht verstehe – Medikamente für Schwangere

Eines der schlimmsten Dinge, das einer schwangeren Frau wohl passieren kann, ist krank zu werden. Nicht nur, weil auch das unschuldige Kind mitleidet und unter Umständen gefährdet wird. Sondern auch, weil Schwangere keine richtigen, vernünftigen Arzneien zu sich nehmen dürfen.

Ich habe mein ganzes Leben noch kein Medikament gesehen, auf dem nicht irgendwo etwas wie "darf nicht während der Schwangerschaft eingenommen werden" zu lesen war. Klingt vernünftig so weit, aber wenn man den Gedanken weiter spinnt heißt das doch, dass Schwangere immer nur Medikamente bekommen, die weniger wirksam sind. Denn offensichtlich muss in der Auch-Für-Schwangere-Edition der Medikamente auf irgendwelche Wirkstoffe verzichtet werden, die schlecht fürs Baby sind. Und wenn diese nun fehlenden Inhaltsstoffe nicht wichtig wären für ein korrektes Funktionieren der Arznei, dann wären sie ja wohl von Anfang an nicht beigemengt …

Woran ich merke, dass ich alt werde

Sogar meine kluge Gefährtin gibt es mittlerweile zu: Ich werde anscheinend wirklich alt. Denn seit nun mehr als drei Wochen sieche ich in bester Frühpensionistenmanier an allerlei Zipperleins dahin, quäle mich von einen Tag in den anderen und will so gar nicht mehr gesund werden (was auch der Hauptgrund für meine aktuelle Schreibfaulheitunfähigkeit ist).

Begonnen hatte es mit der üblichen Kombination an Erkältungssymptomen, namentlich Fieber, Halsweh, Gliederschmerzen and Friends. Nach gut einer Woche hatte ich das dann überwunden und war zu Weihnachten halbwegs wiederhergestellt, nur um pünktlich zum 28. Dezember von einer Bauchgrippe biblischen Ausmaßes eingeholt zu werden, was sich hauptsächlich in einer Diarrhö wie ein Murenabgang manifestierte. Strenge Diät brachte mich auch über diesen Berg, aber im nächsten Tal wurde ich gleich von einem Monsterschnupfen mit ganz und gar unglaublichen Kopfschmerzen begrüßt (ich weiß, das klingt jetzt sehr divenhaft, aber mit einem solchen Druck im Kopf kann man keinen klaren Gedanken fassen und nichts machen, außer frierend im Bett zu liegen), der unerfreuliche Erinnerungen an meine teuflische Nebenhöhlenentzündung von vor ein paar Monaten weckte.

So weit, so schlecht. Offensichtlich sind nun endgültig die Zeiten vorbei, in denen ich nackt bzw. nur mit Bieretiketten bekleidet im Schnee tanzend das neue Jahr begrüßen kann. Es ist mittlerweile nun wirklich nötig, nachts das Fenster im Schlafzimmer zu schließen und mit einem Pullover die lustigen Aufdrucke auf meinem T-Shirt zu verdecken. Oh grausame Welt!