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Das Gfrett mit den Öffis
Posted by saxx in Dieses und Jenes on January 12th, 2009
Öffentliche Verkehrsmittel sind einer super Sache und ich benutze sie fast täglich, sowohl den Bus als auch die Straßenbahn. Trotzdem würde die Abwesenheit folgender Punkte das "Erlebnis Öffi" noch erheblich verbessern:
- Personen drängen rücksichtslos in das Fahrzeug, noch bevor die aussteigenden Fahrgäste überhaupt draußen sind.
- Drecksjugendliche sind der Ansicht, das ganze Fahrzeug mit ihrer Drecksmusik aus ihren Dreckshandys beschallen zu müssen.
- Kinder tollen durch das Fahrzeug, machen Krawall und blockieren oder öffnen sinnlos die Türen. *
- Gewisse Zeitgenossinnen telefonieren in einer Form, dass auch der allerhinterste Fahrgast noch lautstark und deutlich die belanglosen Geschichten mithören darf.
- Abfahrzeiten sind unmöglich auf die Minute genau zu planen, weil die Fahrzeuge nicht nur zu spät, sondern ab und an auch zu früh abfahren.
- Fahrgäste essen stinkende Kebabs und hinterlassen nicht nur eine abstoßende Geruchswolke, sondern auch Saucen- und Essensreste auf den Sitzen.
* Dazu hab ich eine nette Anekdote, die ich vor einiger Zeit erlebt habe: Zwei etwa 6-jährige Bengel (sie fuhren ohne Aufsicht) betrachteten die halbleere Straßenbahn als ihren persönlichen Spielplatz, schrien, kletterten herum, blockierten die Türen (was ja das Weiterfahren verhindert) und führten sich überhaupt auf wie kleine Kinder. Die anderen Fahrgäste waren schon sichtbar genervt und der eine oder andere hatte schon, ergebnislos, um Ruhe gebeten, was zu einer ziemlich gereizten Stimmung führte. Plötzlich stolperte einer der beiden Lümmel, als die Straßenbahn wieder einmal anfuhr und fiel ziemlich ungemütlich auf den Boden, woraufhin er prompt herzzerreißend zu weinen begann, sein schmerzendes Knie rieb und hilfesuchend herum blickte. Keiner der anderen Fahrgäste rührte auch nur einen Finger, im Gegenteil, ohne Ausnahme hatten sie einen breiten Grinser im Gesicht und betrachteten zufrieden den in Tränen ausgebrochenen, endlich ruhig gestellten Störenfried. Ich hatte sogar das Gefühl, dass fast Applaus ausgebrochen wäre.
Meine E-Mail an die Linz AG
Posted by saxx in Dieses und Jenes on November 22nd, 2008
Beschweren hilft, daher bin ich auch diesmal mächtig auf die Antwort gespannt
Geschätzte Damen und Herren von den Linz AG Linien,
mit Freude konnte ich Anfang dieses Monats feststellen, dass Sie eine für mich sehr angenehme Änderung in Ihren Fahrplänen vorgenommen haben, nämlich dergestalt, dass Sie die Linie 26 substantiell verlängert haben, sodass diese nun zumindest streckenweise eine schöne Alternative zur Linie 27 darstellt, was etwa zwischen den Haltestellen Lüfteneggerstraße und Taubenmarkt theoretisch eine Fahrt etwa alle zehn Minuten ermöglichen würde.
Unglücklicherweise fahren die entsprechenden Busse aber stets so, dass sie immer so gut wie gleichzeitig ankommen oder nur wenige Minuten Unterschied aufweisen, was natürlich wieder keine Erhöhung der Fahrfrequenz darstellt und somit den oben beschriebenen Effekt gänzlich zunichte machen.
Vermutlich wird dies aus verschiedensten Gründen, etwa des zeitnahen Anschlusses an andere Linien oder ähnlichem, nicht möglich sein, aber ich möchte Sie trotzdem höflichst bitten, eine geringfügige Änderung des Fahrplanes in Betracht zu ziehen und dass Sie die Linie 26 dergestalt geringfügig verschieben, dass sie ein paar Minuten später am Taubenmarkt eintrifft und so genau zwischen die Fahrten der Linie 27 fällt.
Vielen Dank für Ihre Zeit.
Mit freundlichen Grüßen,
Update vom 28. November
Tatsächlich bekam ich gestern eine Antwort, auch wenn es nur die erwartete war
Sehr geehrter Herr DI XXXXXXXXX ,
vielen Dank für Ihr positives Feedback zur Linie 26.
Die konkrete Fahrplangestaltung der Linie 26 richtet sich hauptsächlich nach den Beginn- und Endzeiten der Schulen entlang der Linie (VS Margarethen, Römerbergschule, Aloisianum etc.) sowie den dafür notwendigen Anschlüssen. Eine bessere Anpassung an die Linie 27 wäre natürlich optimal ist jedoch unter den derzeitigen Rahmenbedingungen bzw. Prämissen nicht realisierbar.
Wir werden Ihren Vorschlag in unsere künftigen Angebotsplanungen miteinbeziehen und bitten um Verständnis für unsere Ausführungen.Mit freundlichen Grüßen
Dipl.-Ing. (FH) XXXXXXX
Just in time
Posted by saxx in Uncategorized on November 8th, 2008
Mit Freude musste ich feststellen, dass sich die Linz AG entschieden hat, eine kleine Änderung in ihren Öffi-Fahrplänen vorzunehmen, mit dem schönen Ergebnis, dass nun eine zweite Buslinie unsere Straße entlang führt und man nun, will man denn nicht die 12 Minuten investieren und die malerische Strecke zu Fuß gehen, etwa alle 10 Minuten eine Anbindung zum Taubenmarkt hat, statt wie bisher nur alle 15.
Diese Angebot habe ich gestern früh gleich mal genutzt um zur Arbeit zu kommen. Kaum eingestiegen musste ich zu meiner Verunsicherung aber erleben, dass mein Busfahrer, ein hochgewachsener, Ehrfurcht einflößender Herr, den Fahrer des zufällig entgegenkommenden Busses mittels Handzeichen zum Anhalten aufforderte, einem Anliegen, dem dieser auch nachkam.
Mein Fahrer kurbelte sein Fenster runter und ich hörte deutlich, wie er zu seinem Kollegen rüber rief: "Du, wo müssma jetzt eigentlich fahren? Wo ist denn überhaupt die Bruckner-Haltestelle?!" Die Antwort konnte ich leider nicht verstehen, ich sah aber, dass mein Fahrer mit den Schultern zuckte und leise ein "was weiß ich?" vor sich hinbrummte, nur um darauf wieder weiter zu fahren.
Ich erlebte übrigens nicht, ob er die Bruckner-Haltestelle tatsächlich fand, denn ich stieg früher aus. Der Beruf des Busfahrers hat für mich seit dem aber viel von seinem Glanzes und Heroismus eingebüßt.
Spaß mit Strom (2)
Posted by saxx in Dieses und Jenes on May 3rd, 2008
Nun war es also, dem knappen Akku des Gefährtinnen-Handys sei’s gedankt, an mir, das Rätsel um die verschwundene Elektrizität zu lösen. Äußerst erzürnt wandte ich mich gleich mal an die Hotline des Verbunds, wo ich an dem armen Unterling*, der den Hörer abnehmen musste, meinen Zorn auslassen wollte. In Sekundenschnelle schmolz ich aber dahin (so wie immer, leider), weil die Verbund-Dame am anderen Ende der Leitung so nett und zuckersüß war.
Voller Verständnis sicherte sie mir ihr Mitgefühl sowie die korrekte Abarbeitung von Seiten des Verbunds zu (am 11. April ging die Ummeldung an die Linz AG) und versprach, sich sofort darum zu kümmern und sich wieder bei mir zu melden. Parallel versuchte es Sarah mit den letzten Watts ihres Handys nochmal bei der Linz AG, kam dort aber noch immer zu keiner Lösung.
Tatsächlich erreichte mich etwa zwanzig Minuten später der Rückruf der Verbunddame, die sich mit der äußerst seltsamen Ausrede entschuldigte, dass sie bei der Linz AG keinen erreichen könne. Sie gab mir aber eine neue Telefonnummer für dort, wo ich es bitte selber versuchen möge – schließlich habe der Verbund ja keine Schuld an meiner Misere.
Ich folgte ihrer Anweisung, rief die Linz AG an und kam nach einigem Hin und Her an einen kompetent wirkenden Herrn, der es nach einiger Zeit unglaublicherweise schaffte, das Rätsel aufzuklären: Irgendwo ging die Ummeldung vom Verbund verloren und daher hatte der Netzbetreiber (also die Linz AG) es als nötig empfunden, ohne jede Vorwarnung oder Hinweis unsere Wohnung als unbewohnt zu deklarieren und kurzerhand den Strom abzudrehen. Nach etwas zusätzlichem Hin- und Her (unsere Anschlussnummer war nicht im Computer, vom Vormieter hatte natürlich auch keiner Ahnung, und so weiter und so fort) versprach mir mein Gegenüber, den Techniker, der den Strom abgedreht hatte, gleich zurückzudirigieren um denselben wieder anzumachen.
Während meiner ausführlichen Gespräche mit der Linz AG ging es auch sonst noch rund: Ich rief mehrmals ergebnislos die Gebäudeverwaltung an, um den Vormieter ausfindig zu machen, der Haustechniker meldete sich bei mir, weil auch er irgendwie Wind von der Sache bekommen hatte und seiner Meinung, dass er nichts für mich tun könne, persönlich Ausdruck verschaffte. Und dazwischen musste ich natürlich immer wieder meine Gefährtin beruhigen, und ihr versprechen, dass alles gut werden würde und sie sich bald wieder föhnen könne.
Und wirklich: Nur wenige Minuten, nachdem ich mich von der Linz AG Hotline verabschiedet hatte, war die Elektrizität wieder da. Das Mysterium um die verschwundene Ummeldung und wie sowas überhaupt passieren kann, ist noch in der Aufklärung begriffen und wird wohl zwangsläufig von einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss behandelt werden müssen.
Spaß mit Strom (1)
Posted by saxx in Dieses und Jenes on April 29th, 2008
Schon vor dem eigentlichen Umzug in die nigelnagelneue Wohnung hatten meine Gefährtin und ich (hauptsächlich ich, zugegeben) entschieden, dass wir unsere Bedürfnisse, die da vor allem Fernwärme und Elektrizität waren, nicht ausschließlich bei der Linz AG (die ja nicht gerade die billigsten sind) befriedigen werden. Bei Fernwärme hat man bekanntlich kaum die große Auswahl, daher hatten wir uns schnell für den Verbund als alternativen Stromlieferant entschieden, vor allem nachdem dieser uns von Bekannten und dem Kostenrechner der E-Control wärmstens ans Herz gelegt wurden.
Der Umstieg schien auch nicht besonders kompliziert zu sein, die Website des Verbunds hält Formulare für alle Eventualitäten bereit und dort würde man sich auch, so wurde uns oftmalig in ausgefeilten Texten versichert, um die Formalitäten, wie etwa die Abmeldung bei der Linz AG, kümmern. Ein-, zweimal habe ich mich noch telefonisch bei der Verbund-Hotline über das Fortkommen unseres Anliegens erkundigt, stets wurde ich freundlich darauf hingewiesen, dass eh alles in Ordnung wäre.
War es auch noch, wie ich mich letzten Freitag in aller Herrgottsfrühe Richtung Arbeit aufmachte. Noch keine zehn Zeilen Code später rief mich ganz aufgeregt die Gefährtin an und vermeldete aufgebracht, dass plötzlich kein Strom mehr in der Wohnung wäre. Ich blieb unbeeindruckt und wies auf das Offensichtliche hin: Alle Schutzschalter okay? Waren sie, und nach kurzer Recherche wurde klar, dass des Problem auch kein genereller Stromausfall war, denn am Gang vor der Wohnungstür funktionierte das Licht wie gewohnt.
Ich hörte das nackte Entsetzen in der Stimme meiner Gefährtin, blieb aber ruhig und bat sie, ebensolches zu tun und in aller Gemütlichkeit beim Verbund bzw. bei der Linz AG anzurufen und dort nach dem Verbleib unserer Elektrizität zu forschen. Eine knappe Stunde später meldete sie sich wieder bei mir (ich saß selbstredend noch immer fleißig an meinem Schreibtisch) und schilderte mir eine wilde Fahrt durch verschiedene Hotlines (wo vor allem extreme Unfreundlich- und Hilflosigkeit an der Hotline der Linz AG auffiel – "Jetzt schaun’S bitte sofort nochmal, ob eh wirklich kein Strom da is!!" – und im krassen Gegenteil dazu die netten Damen beim Verbund, die aber auch herzlich wenig ausrichten konnten), die jedoch alle nichts bewirkt hatten, denn mittlerweile neigte sich der Akku ihres Handys dem Ende zu und von Strom zum Aufladen desselben war weit und breit keine Spur …
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