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Wo wohnen?
Posted by saxx in Dieses und Jenes on October 27th, 2009
In drei Monaten ziehe ich also aus meiner Wohnung aus – früher war das noch "unsere", seit einigen Wochen wohne ich aber allein. Das ist auch schön so, ich wohne gern allein; problematisch ist jedoch, dass die Wohnung zu groß für einen allein ist, vor allem für mein schmales Portmonnaie. Wohin also als nächstes?
Günstigere Mietwohnung? Die Variante für Erwachsene, gerade deswegen vielleicht nicht optimal für mich geeignet. Finanziell auch eine größere Hürde, sehr schwierig ist vor allem aber, die richtige zu finden in Linz. Wohnung mein' ich.
Wohnung kaufen? Zu früh, zu viel Verantwortung, zu teuer, zu endgültig.
WG? All meinen früheren Erfahrungen zum Trotz ziehe ich auch wieder eine Wohngemeinschaft in Betracht, dieses Konzept steht und fällt aber mit den richtigen Mitbewohnern. Der gute W. wäre grundsätzlich zwar ganz gut geeignet und selber grad auf der Suche1, scheidet aber leider wegen akuten Haarproblemen (weniger seine als die seiner Katzenungetüme) aus. Und andere vertretbare Mitbewohner sind nicht zu sehen am Horizont. Dabei ließe sich zu dritt ein sehr schönes Domizil finanzieren.
Zurück zu den Eltern? Durchaus denkbar – für das Geldbörserl sicherlich die größte Wohltat. Platz wär auch mehr als genug, nur ist die Lage des heimatlichen Elternhauses suboptimal, denn ich wäre praktisch von meinem Leben abgeschnitten; und fürs Pendeln hab ich kaum die nötige Ausgeglichenheit. Außerdem würde das, wie mir heute schon von G. vorgeworfen wurde, das Klischee des Computerfritzn im KellerDachboden von Muttern perfekt machen.
Studentenheim? Das kristallisiert sich tatsächlich immer mehr als die beste Zwischenlösung heraus. Billig und sorglos in einem gemütlichen Winz-Zimmerchen wohnen (Putzfrau inklusive, eventuell sogar das Essen). Es gäbe auch das eine oder andere Heim in akzeptabler Nähe zur Innenstadt. Möglicherweise hab ich aber nicht mehr die Geduld und Muße, mich mit überlauten, ausufernden Nachbarn herumzuärgern, mit unfreundlichen Putzfrauen oder beischlafsfeindlichen Besuchsregeln.
Weiß irgendjemand ein Plätzchen für mich?
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1 Hat mir aber Beziehungen und Empfehlungsschreiben voraus.
Brand im Ursulinenhof – technische Nachbetrachtung
Da ich arbeitsplatzbedingt einen schönen Blick auf den Ursulinenhof habe, war es nicht besonders schwer für mich, der erste mit Fotos vom Brand zu sein. Das iPhone fotografiert zwar alles andere als schön, aber mit der “Autokorrektur”-Funktion des Microsoft Office Picture Manager (übrigens mein Lieblingstool in der Office-Suite) wurden sie dann doch ganz akzeptabel.
Gegen den beißenden Spott meiner wenig computer-affinen Arbeitskolleginnen habe ich mich sehr beeilt, meine Fotos ins Internet zu laden und allerlei Links darauf zu setzen. Ich habe entsprechende Kommentare bei ORF.at hinterlassen, ebenso bei DiePresse.com und auf Twitter.
Mit dem darauf folgenden Ansturm habe ich nicht gerechnet. Mein Billig-Webspace bei GoDaddy ist total in die Knie gegangen und hat so manchen Besucher mit der allbekannten “Apache-ist-überfordert”-Fehlerseite begrüßt. Innerhalb weniger Stunden war die Action dann zwar auch schon wieder vorbei, die Besuchszahlen für RandomInsights werden für Juni aber dank dieser paar Stunden doch um die Hälfte steigen:
Die Besuche von ORF.at werden in dieser Aufzählung übrigens als “direct” gezählt, da in den dortigen Kommentaren keine richtigen Links aufscheinen. Die Besuche von Facebook und Twitter kommen fast ausschließlich über “Re-Posts” (ich bin gar nicht in Facebook), was zeigt, wie schnell sich etwas über solche Plattformen verbreitet.
Über Twitter wurden meine Fotos auch vom Standard entdeckt, der mit mir Kontakt aufnahm und schlussendlich eines meiner Fotos auf der Titelseite der Printausgabe druckte (man beachte den Quellverweis beim Foto :). Gegen meinen ausdrücklichen Willen werde ich sogar dafür bezahlt. Ich habe zwar noch nichts überwiesen bekommen, aber mir wurde der (wohl eher symbolische) Betrag von 50 Euro versprochen. Auch das verlinkte PDF stammt übrigens direkt vom Standard. Danke für die nette Zusammenarbeit.
Was mich extrem überrascht hat, ist der Stellenwert, den Twitter, Facebook und Co bei den klassischen Medien schon spielen und wie schnell da auf Ereignisse reagiert und profitiert wird. Das festigt mich einmal mehr in der Überzeugung, dass die Nachrichten der Zukunft immer mehr aus der Community kommen. Nachdem es mit der sagenumwobenen Neutralität von Zeitungen sowieso nicht weit her ist, kann ich auch gleich einen Blogeintrag einer direkt betroffenen Person zum Thema lesen. Das geht schneller, biliger, ist meist interessanter und ich muss mir auch nicht Sorgen machen, dass ich von irgendeinem Medienprofi manipuliert werde.
Brand im Ursulinenhof – die Story
Anfangs hab ich mal wieder gar nichts mitbekommen – obwohl meine Bürofenster direkt auf den Ursulinenhofs blicken. Aber fleißig wie ich nunmal bin starrte ich angestrengt auf die Monitore und rümpfte zwischendurch nur kurz die Nase, weil in den umliegenden Restaurants offenbar jemand mal wieder was anbrennen hat lassen.
Raus geschaut hab ich erst, als eine freundliche Kollegin von ein paar Stockwerke über mir anrief und riet, alle Fenster zu schließen. Da war die Rauchentwicklung bereits so stark, dass ich keine drei Meter mehr sehen konnte.
Es hat dann noch ein paar Minuten gedauert, bis die Feuerwehr eintraf. Zu der Zeit loderten dann auch schon die Flammen aus dem Dach des Ursulinenhofs, dafür verschwand der Rauch weitgehend. Als aber alle Feuerwehrleitern und -kräne auf Position gebracht waren, war das Schlimmste ziemlich schnell vorbei. Das war ungefähr zu der Zeit, als mein Weblog durch den Besucheransturm teilweise nicht mehr erreichbar war.
So gegen 18:00 machte ich mich, jetzt schon gelangweilt, auf den Heimweg:
Overheard in Linz (2)
Posted by saxx in Dieses und Jenes on January 19th, 2009
Heute im abendlichen Bus durfte ich bei einem lautstark telefonieren Teenagermädchen – sie machte keinen sonderlich intelligenten Eindruck, dürfte wohl so um die 20 gewesen sein und erinnerte mich entfernt an eine ehemalige Mitbewohnerin – mithören:
Teenagermädchen (aufgebracht):
He, horch zua … du brauchst mir da nix erzählen … ich kenn mich aus … du brauchst mir nix erzählen … ich bin eh gestern daheim geschlagen worden!Pause, während der oder die Gegenüber spricht.
Teenagermädchen (etwas unsicher):
He, horch zua, ich habs sicher ned verdient.
Traurig, wenns nicht so lustig wäre.





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