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Zur Firmung ins Puff

Nach der Firmung ins BordellEine wunderschöne Geschichte hab ich heute im Standard entdeckt: In der Steiermark ist es offenbar gang und gäbe, als Belohnung zur Firmung vom Firmpaten einen Besuch im Bordell gesponsert zu bekommen.

Respekt. So mit 12, 13 Jahren den männlichen Initiationsritus1 unter aktiver Mithilfe einer erheblich älteren, erfahrenen, ausgelaugten, verbrauchten Dame abzuhalten … Respekt. Fast ein bisschen romantisch.

Bei uns im Mühlviertel gibts das leider noch nicht; wir sind doch eher rückständig und das klassische Firm-Geschenk ist die Armbanduhr2. Auch durchaus nett und nützlich, aber ein nervös-mechanischer Fick, um dann bei der ersten richtigen Freundin 3 Jahre später nicht mehr so aufgeregt sein zu müssen – unbezahlbar.

Dass man eigentlich erst ab 18 ins Puff darf: Wurscht. Ebenso wie die saftige Strafe ob des Verstoßes gegen den Jugendschutz.

Eine Sache frage ich mich aber noch: Ist es für die Huren etwas Besonderes, wenn sie eine Jüngelchen zum Manne machen dürfen? Oder ist die durchschnittliche Dame des horizontalen Gewerbes schon so abgestumpft, dass es ein Job3 wie jeder andere ist? Ob sie wohl auf besondere Wünsche wie “Gengangs, Fräulein, sans hoid a weng zärtlich zu mir, es wär wegen meinem ersten Mal gwesn. Verbindlichsten Dank.” eingeht?

  1. Zitat Standard
  2. Ich hab damals übrigens als Dreingabe sogar eine Scooter-CD dazu bekommen!
  3. No pun intended

Allgemeines Bürgerliches Beziehungsgesetzbuch: Erstes Hauptwerk – Vom Wesen einer Beziehung

Der folgende Beitrag erschien in der April-Ausgabe des FH-OÖ-Magazins up. Und jetzt, noch brühwarm, hier. Der zweite Teil folgt in einigen Wochen, sowohl gedruckt als auch natürlich wieder auf RandomInsights.

In einem archäologischen Kraftakt in Zusammenarbeit mit der Universitätsbibliothek Wien, dem Vatikanischen Archiv und CERN hat UP das Allgemeine Bürgerliche Beziehungsgesetzbuch von 1812 aufwändig restauriert und veröffentlicht es nun weltexklusiv im Original. Auch heute, in den vermeintlich modernen Zeiten der 2. Republik, ist das ABBGB die wichtigste noch geltende Kodifikation des Beziehungsrechts in Österreich.

§1
Beziehungen heißen diejenigen Verträge, welche in der Absicht einer gesellschaftlichen Verbindung geschlossen werden; dies erfolgt gemeinhin in Form einer mündlichen oder rein körperlichen Absichtserklärung, fallweise auch unter erheblichem Suchtmitteleinfluss. Sie haben vorzüglich und hauptsächlich die regelmäßige, gegenseitige Vergenusszwergelung zum Gegenstand.

§2
Eine Beziehung kann als beliebige Kombination von einer oder mehrerer natürlicher Personen vereinbart werden. Üblich ist eine solche Verbindung zwischen Mann und Weibe, Mann und Männchen sowie Weib und Frauenzimmer, wohingegen eine Beziehung mit sich selbst freilich als “Single Player Modus” bezeichnet wird, nur von vergleichsweise kurzer Dauer ist sowie ihren einsamen Ein- und Ausklang bevorzugt unter der heimatlichen Bettdecke findet.

§3
Auch ohne explizit getroffene Vereinbarung zwischen den in der Beziehung verpflichteten Vertragsparteien wird ein gegenseitiges Genussrecht eingeräumt. Dieses Recht gilt, sofern keine anderslautende mündliche oder schriftliche Festlegung besteht, sächlich und zeitlich uneingeschränkt, kann jedoch jederzeit anlassbezogen widerrufen werden, etwa unter Anrufung des klassisch-traditionellen “Kopfwehparagraphen”.

§4
Eine Beziehung allein begründet noch keine Gemeinschaft der Güter zwischen den involvierten Parteien. Was ein Partner dem anderen an Schmuck, Edelsteinen und andern Kostbarkeiten zum Putze gegeben hat, wird allerdings in Zweifel nicht für gelehnt, sondern für geschenkt angesehen.

§5
Die Vertragsparteien einer Beziehung haben eine zumindest zeitweise Teilung von Tisch und Bett herbeizuführen. Die Legislative empfiehlt aber ausdrücklich, ebenfalls die Badewanne zu teilen. Und den Küchenboden. Und im Auto sowohl den Beifahrersitz als auch die unbequeme Rückbank. Und den Aufzug im Haus der Schwiegereltern; ja, genau den einen mit der Glasfront nach draußen.

§6
Für die dauerhafte Fortführung einer Beziehung ist es absolut unerlässlich, ausgeprägte bilaterale Diplomatie walten zu lassen und den anderen in die Beziehung involvierten Personen unter keinen Umständen die uneingeschränkte Wahrheit zu sagen. Außerdem sollten alle Vertragsparteien stets darauf achten, einschlägige Magazine vor unerlaubtem Zugriff zu schützen und die Browserhistory unverdächtig zu halten.

Oversexed

Ich find’ das nicht okay; ganz und gar nicht okay. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das von Beginn an so geplant war. Man muss nur an die Anfänge zurück denken, etwa an Space Invaders und Frogger. Auch noch etwas später, mit Commander Keen und Sonic war die Welt in Ordnung.

Aber jetzt nicht mehr. Computerspiele sind zu sexy geworden. Viel zu sexy.

Cortana aus HaloHalo hat sich zu Beginn1 mit der transparenten Cortana noch halbwegs zurück gehalten, schnell wurde sie aber von einer künstlichen Intelligenz zur Anleitung des Spielers zur Masturbationsvorlage für Minderjährige. Auch Gears of War, das lange die letzte Männerdomäne war, hat Damen in engen Kampfrüstungen eingeführt, die im Kugelhagel wenig Schutz bieten dürften2.

Und Mass Effect … nun, Mass Effect 3 treibt es auf die Spitze. Ich wollte diese Beschwerde eigentlich schon über Mass Effect 2 los werden, aber nun ist die Not wirklich so groß, dass es nicht mehr anders geht:

Liebes Bioware, liebes EA, was denkt ihr euch bloß dabei? Ihr wisst doch, dass der Großteil eurer Klientel Buben im ersten Drittel des Lebens sind. Glaubt ihr denn nicht, dass wir auch ohne die von euch gelieferten … Zusatzreize schon in der richtigen Welt mit genügend weiblich produzierter visueller Überforderung zu kämpfen haben?

Eben! Was denkt ihr euch dann dabei, euer Flaggschiff für 2012 so verdammt aufreizend zu machen? Mass Effect 3 soll doch ein Shooter sein! Wir, eure Stammklientel, wollen doch nur Aliens über den Haufen schießen, mit möglichst viel Blut und der Möglichkeit zu spektakulären Headshots. Aber ihr macht uns das unmöglich, wenn die eigenen weiblichen Teammitglieder schwerer “bewaffnet” sind als der feindliche Mech auf der anderen Seite des Raumes.

Das durchschnittliche Mass Effect 3 KampfteamWie soll man sich denn eine effektive Crew zusammen stellen, wenn man schon am Dialog zum Zusammenklicken des Teams von Kampfgefährtinnen in Posen und Outfits begrüßt wird, die einen Pornostar erblassen lassen würden? Wo steht geschrieben, dass künstliche Intelligenzen immer aussehen müssen wie frisch vom Playboy-Shooting? Wieso denkt ihr euch außerirdische Spezies aus, die ausschließlich aus sexhungrigen Frauen in blauen Luxuskörpern bestehen?

Und was soll das überhaupt mit diesen Sexszenen? Ich dachte eigentlich, in Mass Effect geht es darum, die Menschheit mit möglichst großen Explosionen vor der totalen Auslöschung zu bewahren? Und nicht darum, krampfhaft alle Dialoge durchzuklicken, um das Crewmitglied mit den größten Hupen zu einem Schäferstündchen in der Kapitänskajüte zu überreden?

Miranda, der XO aus Mass Effect 2So geht das nicht weiter, wo soll das denn enden? Soviel Sex kann ich im realen Leben gar nicht haben, dass ich all diese Flirterei und zweideutige Anspielungen, all diese endlosen Beine, prallen Hintern und perfekt geformten Brüste altersgerecht verarbeiten könnte.

Bitte, bitte, bitte, liebe Spieleschmieden und Publisher, bringt uns wieder zu den Wurzeln zurück. Wir brauchen keine Spiele mit dergestaltigen Ablenkungen, keine mit Quickies während des Landeanflugs und keine sexy Gefährtinnen in “Kleidung”, die selbst bei Beate Uhse nicht im Schaufenster hängen dürfte.

Gebt uns bitte das zurück, wofür wir uns liebend gern nächtelang vor den Monitor hocken: Grantige Soldaten in dreckigen Uniformen, abstoßende Aliens und riesige Sturmgewehre; wenn ihr es ganz gut mit uns meint vielleicht sogar mit Kettensägen-Bajonett vorne drauf – alles andere ist doch bloß Ablenkung. Bitte. Danke.

  1. Anno 2001, früher war halt alles besser
  2. Sowohl die Rüstungen als auch, wenn wir uns ehrlich über die KI-Steuerung sind, die Damen

Doggystyle ist was für Buben

Für Aufsehen hat ein Nebensatz in einem meiner letzten Beiträge gesorgt, in dem ich ohne böse Hintergedanken aus dem Nähkästchen geplaudert und gemeint hab, dass Babygespräche im Büro an der Pausentagesordnung stehen. “Wir redn jo goa ned nur über Babys”, musste ich mich rügen lassen, “und im allergebährfreudigsten Alter samma scho goa ned.”

Verständnisvoll nickend habe ich demütig die Beschwerde hingenommen, wohl wissend, dass es Wirklichkeit noch viel schlimmer ist. Wir reden nämlich nicht nur übers Stillen und Menschenkäse1, sondern setzen gleich viel weiter vorne im Prozess an: Was muss ich tun, damit ich ein süßes Mädi/Bubi2 krieg und nicht ein doofes Bubi/Mädi3?

Sofort wurde die Theorie in den Ring geworfen, dass männliche Samen nur rund einen Tag um den Eisprung aktiv sind, und weibliche aber drei Tage. Dieses gefährliche Halbwissen wurde schnell durch pure (männliche) Logik entschärft4 und eine Google-Suche hat die viel interessanteren Fakten ans Licht gebracht.

Diese möchte ich jetzt auch dem geneigten Leser nahe bringen. Ich beziehe mich im Folgenden voll auf den wissenschaftlichen Meilenstein “How to choose the sex of your baby5, die Bibel all jener, die nicht einfach planlos in den Tag hinein ficken wollen.

  1. Männliche Samenzellen sind Luschen: Denn sie leben weniger lange und sind überhaupt empfindlicher als ihre Gegenstücke mit dem X-Chromosom. Will der geneigte Leser als vernünftiger Gentleman einen eben solchen Stammhalter, sollte er etwa keine heißen Bäder nehmen oder enge Unterhosen tragen. Hier greift übrigens auch oben erwähntes Halbwissen: Weibliche Spermien überleben drei Tage in der Scheidenflora6, männliche nur einen Tag. Vermutlich sind die weiblichen eher an die seltsame Umgebung gewöhnt.
  2. Je mehr, desto männlicher: Eine hohe Spermiendichte ist gut, wenn es ein Junge werden soll; offenbar fühlen sie sich im Team wohler. Das heißt aber auch, wenn man das mit dem Kindermachen zu krampfhaft dauernd versucht (etwa jeden Abend pünktlich nach der ZIB 2), wird es durch die ständige Inanspruchnahme der Produktionsmittel eher ein Mädchen.
  3. Männliche Samenzellen sind richtige Männer: Sie sind nämlich viel schneller. Das führt zu dem interessanten Phänomen, dass die im Akt eingesetzte Stellung direkten Einfluss auf das Geschlecht des Folgeprodukts haben kann – je weiter die männliche Abschussvorrichtung in Richtung Ei in Position gebracht, desto wahrscheinlicher ist ein Mädi, weil die männlichen Schwimmer ihre Geschwindigkeit weniger gut nutzen können. Missionarsstellung ist daher eher was für Mädchen, Doggystyle was für Jungs. Leider liefert oben erwähntes Buch keine harten Fakten, wie es diesbezüglich um das Reverse Cowgirl steht. Oder um den Dirty Sanchez.
  4. Orgasmen führen zu Buben: Weibliche Orgasmen führen zu einer alkalischen Scheidenflora (hoher pH-Wert), die eher den männlichen Spermien behagt; weibliche bevorzugen sauer. Mit dieser Info im Hinterkopf freue ich mich jetzt schon auf meine Töchter, die wohl bestbehütet ganz ohne Brüderlein aufwachsen werden.
  1. Mein neues Lieblingswort.
  2. Der geneigte Leser wähle das bevorzugte Nachkommensgeschlecht.
  3. Der geneigte Leser wähle das zu vermeidende Nachkommensgeschlecht.
  4. “Geh, unmöglich, da gäbs ja 3 mal mehr Weiwa als Buam auf da Wöd.”
  5. Referral-Link
  6. Was für ein wunderbar poetisches Wort

Veganischer Menschenkäse

Nun ja, ich habe schon einige Wochen nichts mehr gepostet1, das heißt aber noch lange nicht, dass ich in der Zwischenzeit alt, verschrumpelt oder gar normal geworden wäre. Als Beweis möchte ich dem geneigten Leser einen meiner ganz normalen Gedankengänge im Dunstkreis von Brüsten und Veganismus nahe bringen:

Wie es sich für ein Unternehmen voller Frauen im allergebährfreudigsten Alter gehört, sind Babygespräche an der Pausentagesordnung. Ich halte mich da mangels Erfahrung und auch aus Angst vor bösen Wörtern2 meist raus, bloß bei Kindernamen3 mische ich mich ein; und bei Gesprächen, die sich um die schönen Dinge einer Schwangerschaft drehen, nämlich die angeschwollenen Brüste.

Und wie ich zu diesem Thema so gedankenverloren vor mir hin sinnierte, fiel mir ein: Wie ist das denn so bei veganisch ernährten Babies? Dürfen die von ihrer Mutter gestillt werden, die ja in solchen Konstellationen meist auch gleich veganisch-militant ist? Ist Muttermilch vegan?

Zu meiner nicht geringen Überraschung bin ich nicht der einzige, der sich zu dem Thema bereits ausführlicher Gedanken machte; einschlägige Veganer-Foren sind voll mit solcherart gelagerten Fragen (zB hier oder hier). So richtig einig ist man sich aber dann auch in Fachkreisen nicht, sympathisch ist mir bloß die Zwischenmeldung “Ja, Stillen ist okay, aber nur mit Stillhütchen, damit das Baby nicht auf den Fleischgeschmack kommt.”

Man könnte hier aber auch gleich evolutions- und glaubensphilosophisch einhacken: Stammt der Mensch vom Affen ab und ist dementsprechend ein Tier, tun sich die Veganer moralisch schwer beim Stillen. Ist der Mensch aber von Gott erschaffen und damit “was Besonderes” lässt sich leichter für veganisch kompatibles Stillen plädieren.

Aber: Wenn den veganischen Babies erlaubt ist, ein Drüsensekret der Mutter zu nuckeln, könnte man den Gedanken auch weiter spinnen und den Kleinen auch sonstige Produkte der Eltern zur gefälligen Konsumation übergeben … ekelhaft, woran ihr so denkt, ihr dreckigen Veganer-Kannibalen, wo ist hier eure selbstgerechte Moral?!

Schnell weg von diesem gefährlichen Gedankengang und zurück zu etwas Realistischem, das sich als nächstes in meinem Gedankengang vorstellig machte: Ist es möglich, Käse aus Muttermilch zu machen? Oder zumindest Butter und Joghurt?

Ha, und wer jetzt angeekelt den Kopf schüttelt und mir ob meiner Grauslichkeit einen Kropf an den Hals wünscht, dem sei gesagt: Nach etwas Recherche musste ich auch dieses mögliche Patent wieder verwerfen: Auch Menschenkäse gibt es bereits. Und wer hats erfunden? Natürlich ein Tiroler.

Um diesen Eintrag, der, wie ich beim Raufscrollen feststellen muss, vor lauter Gedankengängen schon eine stattliche Überlänge angenommen hat, nun doch noch zu einem für den geneigten Leser sinnvollen Ende zu bringen, möchte ich nicht schließen ohne noch eine tolle Diskussionsgrundlage für den nächsten Männerstammtisch oder das anstehende Beziehungsgespräch mit der Holden mitzugeben: Dürfen Veganerinnen beim Oralsex eigentlich schlucken?

  1. Asche auf mein Haupt. Ich war aber nicht untätig, sondern hab wieder für das Magazin UP geschrieben. Die entsprechenden Artikel werden natürlich bald auch auf RandomInsights nachgereicht.
  2. zB Dammriss
  3. Dietrich und Dörte, was sonst?

7 berühmte Entdecker (des G-Punkts)

  • James Cock
    Weltbekannter britischer Star der Szene. Dreht bevorzugt am Strand in pazifischer Südseeidylle.
  • Eduard Friedrich Poppig
    Bemerkenswert unkreativ beim Ausdenken eines Künstlernamens.
  • Abu Abdullah Muhammad Ibn Butt-uta
    Ein bekennender Freund der weiblichen Hinterpartie.
  • Edmund Hillary
    Transexueller Ladyboy, bekannt unter anderem für seine Erstbesteigungen.
  • Eduard Karl Oskar Theodor Spritzer
    Auch bekannt als Emin Pascha, Namensgeber für einschlägige Etablissements.
  • Jakow Spermjakow
    Relativ unbekannt, tritt ausschließlich in Kombination mit seiner Partnerin Merkuri Vagin auf1.
  • Franzisco Bizzaro
    Bedarf keiner weiteren Erklärung – der Name ist Programm.

Ziemlich derb, ich weiß, hat mal wieder sein müssen. Denn endlich hab ich ein Blog-Thema gefunden, das meine beiden größten Leidenschaften vereint. Es nur gut 8 Jahre gedauert.

  1. Auf diesen Doppler bin ich besonders stolz, siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Jakow_Permjakow

Sexschule

Ach verdammt, jetzt hat sich diese Sexschule in Wien als Medienhoax herausgestellt. In einem freundlichen Brief wurde meine Bewerbung für das Sommersemester abgelehnt und ich ohne Rücksicht auf meine Gefühle über die politischen Hintergründe aufgeklärt. Auf die Rücküberweisung der von mir etwas vorschnell bezahlten 50.000 Euro Inskriptionsgebühr warte ich allerdings noch.

Dabei wäre die Sexschule – oder noch besser, eine Sexuniversität (oder etwas edler, eine Erotikakademie) – eine Wahnsinnsidee. Bedarf besteht nämlich offenbar nicht nur bei mir.

Und das ist auch verständlich. Sex ist, zumindest wenn man törichterweise Fernsehen, Filmen, Zeitschriften, Büchern, Internet und Menschen Glauben schenkt, die mit Abstand wichtigste Sache der Welt. Und, ganz nebenbei erwähnt, die einzige Sache auf ebenjener, bei der automatisch erwartet wird, dass mit minimalem Trainingsaufwand Bestleistungen erzielt werden. Das unter höchstem psychologischem Druck, während die Sinnesorgane1 sowieso kaum nachkommen, um die vorherrschende Flut an Reizen zu verarbeiten.

Schwule und Lesben haben es da viel einfacher. Die sind immerhin mit der Ausrüstung vertraut und können in der Ruhe der eigenen vier Wände ohne äußeren Druck üben. Das sehen auch die beiden lustigsten Personen der beiden besten Sitcoms so:

If you’re gay, see… if you’re gay, masturbation is practice. Y’know, you can have a good old practice on your own, and then later, when you’re ready, when you’ve got the hang of it, you have a go on someone else’s. It’s a piece of piss…. See, it’s different… it’s different when you’re a straight bloke. When we finally get our hands on the gear, let me tell you, it’s not a drill. Gays have their own practice kit, but you don’t get any practice women. We’re supposed to fly those babies the first time we get in ‘em!

– Jeff (Coupling)

Being a woman, I really only have access to the equipment 30, 40 minutes a week. And that’s on a GOOD week.

– Elaine (Seinfeld)

Elaine beschwert sich gerne, aber meines Erachtens ist die umgekehrte Situation – nämlich Männer, die selten übungstechnischen Zugriff auf die weiblichen Ausrüstungsgegenstände bekommen – von höherer Tragweite: Vor allem weil die weibliche Ausrüstung erheblich komplexer und schwieriger in der Bedienung ist als die männliche.

Was ich damit sagen will: Eine Sexschule wäre eine super Idee. Sicher wäre auch ein entsprechendes Unterrichtsfach in der letzten Klasse Unterstufe sinnvoll, etwa anstatt dieses neumodischen Hippiefaches “Ethik”. Oder zumindest als Freifach auf der Universität2, und damit meine ich nicht die spontanen Lerngrüppchen, die sich auf den Mensafestln bilden.

  1. Es sind ja alle 5 im Einsatz
  2. Das passende “Institut für Frauen und Geschlechterkunde” gäbs ja schon.

Im Gepräch mit Schwesterchen

Sie (10:18): du, kannst du uns helfen
Ich (10:18): we’ll see
Sie (10:18): wie hast du da das schlauchteil, das orange, angesteckt
das haltet nima
Ich (10:18): musst fest reinmachen :D
Sie (10:18): ja den schwarzen verschluss zurückziehen, reinstecken, u. auslassen, oder!?
Ich (10:19): jo, aber da brauchst richtig kraft
mit dem langen weißen schlauch gehts a weng leichter
Sie (10:19): also einfach voller gewalt rein?
(oh gott, dieses gespräch ist der hammer grad. haha)
Ich (10:19): nja, a ned wirklich … schwer zu sagen, a bissi a gefühl braucht mo scho a damit :D
Sie (10:20): ja wir hätten schon dacht, da ist was verloren gangn
naja, ich schaus mir heut nochmal an

Sie (10:42): ok, problem gelöst
heute gings ganz leicht
Ich (10:43): hach, ihr weiba
Sie (10:43): problem war ws., dass wir ihn gestern zuerst heiß gmacht haben u. dann zuviel druck da war
Ich (10:43): lol

Und, als Draufgabe, ein Link zu einem meiner Lieblingscomics.

Eine Liebesgeschichte (4)

Jeder Bimbo kann eine Trilogie schreiben oder drehen, ich Angeber setze selbstredend aber eines drauf und schiebe hiermit den vierten und letzten Teil der Liebesgeschichte nach. Die anderen gibt es im Übrigen hier, hier und hier.

Es zogen die glücklichsten Tage in Josefs Leben ins Land. Als wohlhabender, angesehener Gutsbesitzer konnte er endlich dem Kartoffelfeld Lebewohl sagen und die so freigewordene Zeit besser nutzen, etwa indem er mit Resi an einem Erben arbeitete. Und tatsächlich, es dauerte nicht lange und ihr einst so flacher Bauch wuchs kugelförmig an, ihre festen Brüste wurden weich und füllig, ihre straffen, schlanken Schenkel uneben und mit Dellen übersäht und die Taille nahm langsam die Breite der berühmt-berüchtigten, ausladenden Hüften an.

Josef machte das aber nichts aus, denn für ihn wurde seine Resi trotzdem von Tag zu Tag schöner. Selbst als sich herausstellte, dass doch noch kein Erbe in Sicht war, sondern Resi bloß die Vorzüge des lokalen KFC entdeckt hatte.

Josef ließ nicht locker und arbeitete weiter verbissen an seinem Projekt. Das gestaltete sich aber zunehmend schwieriger, da Resi überraschend viel Zeit am Heustadl verbrachte, um, wie sie sagte, “den jungen Knechten zu zeigen, wie man mit … der Heugabel umgeht.” Besonders der großgewachsene Au-Pair-Knecht aus Ghana, Kampinski, schien die Komplexität einer Heugabel so gar nicht begreifen zu können, was dazu führte, dass ihn die unermüdliche Resi immer wieder Stunde um Stunde unterweisen musste.

Irgendwann endlich machte sich Josefs unermüdlicher Fleiß und seine Zielstrebigkeit doch noch bezahlt und Resi verkündete stolz beim Mittagessen zwischen zwei Heugabellehrstunden am Heustadl: “Ajo, siagst, schwonga bin i a, goi.”

Es war keine leichte Schwangerschaft, denn der noch ungeborene Gutserbe schien Veganer zu sein und die ausgeprägte Vorliebe seiner Mutter für frittiertes Federvieh so gar nicht zu teilen. Umso näher der angepeilte Geburtstermin kam, desto schlechter ging es Resi, sogar auf ihre Lehrstunden am Heustadl musste sie verzichten. Viel zu früh setzten die Wehen ein, erst nach 48 Stunden und einem irreparabel zerstörten Geburtskanal erblickte Josef Junior das Tageslicht. Stolz zeigte der frischgebackene Vater dem Gesinde den zukünftigen Gutsherrn; unverkennbar, denn er hatte das lichte Haar und die tiefe, gesunde, fast schwarze Sonnenbräune des Vaters geerbt.

Durch die Ablösung der Plazenta aber drangen Staphylokokken, Streptokokken und sogar Anareobier in Resis Gebärmutter ein und bildeten dort katastrophalerweise eine teuflische Infektion. Normalerweise hätten die Erreger, wie Josef aus der Wikipedia erfuhr, über den Wochenfluss hinaustransportiert werden sollen, Resis geschundener Körper aber war aber von der anstrengenden Geburt so geschwächt, dass die Nachwehen zu schwach ausfielen.

Innerhalb von Tagen erlag sie dem Kindbettfieber. Wie einfach hätte man dem, wie jedes Kindergartenkind mit grundlegender allgemeinmedizinischer Ausbildung weiß, mit Antibiotika und dem Mutterkornalkaloid Methylergometrin begegnen können, aber dank eines schwelenden Streits mit der Krankenkasse waren damals wie heute alle Ärzte des Mühlviertels auf Streik. Hilflos musste Josef mitansehen, wie sein geliebtes Weib dahinsiechte und starb.

Für Josef brach eine Welt zusammen. Tagelang sprach er kein Wort, den noch eben so geliebten Sohn beachtete er nicht mehr, sondern spendete ihn, ohne mit der Wimper zu zucken, den Zeugen Jehovas. Nach knapp vier Tagen war auch der relativ pflegeintensive Gutshof total verfallen, die Kühe verwildert, die Kartoffelfelder lagen brach und die Katzen hatten sich ungebremst fortgepflanzt, sodass das empfindliche Okösystem des Hofs aus dem Tritt kam und Stunden später völlig zusammenbrach. Josef schien das alles nicht zu bemerken, er saß nur teilnahmslos vor seinem PC und klickte sich tagein, tagaus ziellos durch Lolcat-Fotos, ohne auch nur einmal den Mund zu einem Lächeln zu verziehen.

Die Legende sagt, dass er noch heute dort sitzt und man an manchen düsteren, nebligen Novembertagen das diffuse blaue Leuchten eines Computermonitores in den verfallenen Ruinen des einst stolzesten Hofes des Mühlviertels sehen kann.