Ekelhaft, die FAZ klaut bei mir

Spätestens jetzt ist es bewiesen (vermutet haben wir es ja schon lange): Die Frankfurter Allgemeine Zeitung stiehlt ganz unverhohlen aus meinem Weblog – der Ghostwriter und ich höchstselbst sind schockiert und entrüstet.

Beweise? Bitte gern: Man lese zuerst diesen Beitrag der FAZ über Edi Stoiber, und dann werfe der geneigte Leser und die bezaubernde Leserin einen Blick auf ein paar Einträge von Ghostwriter und mir, etwa jenen über Hubsi Gorbach, Heinzi Strache, unseren ehemaligen Kanzler oder gar über den allseits beliebten Peter "Westi" Hojac

Die Rassenproblematik, oder: Warum nur habe ich nicht blau gewählt?

Nicht ganz uninspiriert von den Problemen der Autofahrer-Apartheid folgt nun endlich wieder ein grundpolitischer Eintrag, der sich mit der äußerst schwierigen Rassenfrage in Österreich auseinandersetzt. Dass diese noch viel problematischer ist als die übermäßig gemäßigten Mitterechtspolitiker Heinzi Strache und Peter "Inginör Westi" Hojac behaupten, beweisen mehrere Fälle, durch die ich mir der zunehmenden Verwässerung unserer so wichtigen österreichischen rassischen Reinheit wieder besonders bewusst wurde.

Bisher hatte ich angenommen, dass ich zumindest in der Arbeit von rassefremden Elementen sicher wäre – falsch gedacht! So wurde ich durch einen Zufall darauf aufmerksam, dass einige meiner Kollegen doch tatsächlich jener verabscheuungswürdigen niederen Sklavenrasse angehören, die es bevorzugen, beim Dani Sahne Vanille den Schlagobers mit dem Pudding zu vermischen! Nicht nur mich als gesundes rassereines Mitglied der Gesellschaft ekelt diese unmenschliche Praxis an, sogar Gott, der Allmächtige selbst verdammt sie, sonst hätte er nicht während der Genesis Pudding und Schlagobers getrennt. Von Obstgärten und Fru-Frus möchte ich gar nicht erst anfangen, vor allem aus Rücksicht auf die schwachen Nerven meiner rassigen reinrassigen Leserinnen.

Leider ist unsere ehemals so stolze Nation schon so von rassisch Anderen durchzogen, dass es uns kaum mehr auffällt – deren abartige Verhaltensweisen sind leider schon ein gewohnter Anblick, unsere unschuldigen Kinder wachsen in dem falschen Glauben auf, dass dies "normal" sei. Wer zuckt noch voller Abscheu zusammen, wenn jemand an der supermärktlichen Wursttheke diesen abartigen Holzleberkäse ordert anstatt von vernünftigem Neuburger? Wer schreitet noch aufrecht und empört ein, wenn man in der Pizzeria am Nachbartisch Angehörige der hassenswerten Ananas-Auf-Die-Pizza-Rasse essen sieht? Noch viel schlimmer sind die rassischen Unterschiede beim Majonäse-Fettgrad sichtbar oder bei der allseits bekannten Frage "Nuss- oder Mohnkrone"?

Ich sage, wir müssen jetzt handeln, wenn wir unsere rassische Identität als Österreicher, ja als Europäer, behalten wollen. Mit Bus, Bahn und Auto (eventuell auch Flugzeug, je nachdem) gehören diese rassefremden Elemente aus unserem schönen Land deportiert, auf dass wir wieder auf unsere Reinheit als Rasse stolz sein können. Wählt Strache und seine Burschen, nur die können uns vor den Fru-Fru-Umrührern retten.

NextGen buzzwords: NS-Beschäftigungspolitik, Führer …

Und schon wieder hat sich ein FPÖ-Abgeordneter zu den Vorteilen der NS-Zeit geäußert. Ganz egal wie man jetzt zu Zangers Aussage im Besonderen oder zum Nationalsozialismus im Allgemeinen steht, eines muss dem mündigen Leser doch auffallen: Es kann doch kein Zufall sein, dass immer wieder hochstehende Politiker mit solchgestaltigen Aussagen von sich reden machen. Das gibts ja gar nicht dass sich ständig irgendwelche in der Öffentlichkeit stehenden Menschen derart "verplappern". Mittlerweile muss doch selbst dem letzten Bergbauern, der seit den Vierzigerjahren weder Fernsehen geschaut noch Radio gehört oder Zeitung gelesen hat, klar sein, dass man so was einfach nicht sagt, weils sowieso rauf und runter geht in den Medien und zum handfesten Skandal aufgeblasen wird, ganz egal wie vorsichtig man sich ausdrückt (und gerade der Herr Zanger hat eigentlich nichts gesagt, an dem man so massiven Anstoß nehmen könnte). Und nachdem die Damen und Herren bei FPÖ, BZÖ und Konsorten zwar Vollidioten sind, aber nicht dumm, haben die das sicher auch schon lange geschnallt.

Bleiben also zwei Gründe, warum ein debutierender FPÖ-Abgeordneter so eine Aussage tätigen könnte und damit anscheinend sehenden Auge ins Verderben rennt:

  1. Eine ziemlich offensichtlicher Grund ist der, dass jene Menschen einfach Publicity wollen oder brauchen, ganz nach dem alten Hollywood Motto "Jede Publicity ist gute Publicity". Drum sagt man halt was, das wie geplant zum Skandal mutiert und steht dafür für ein paar Wochen im Rampenlicht und auf Titelblättern. Einfach, aber wirkungsvoll, und man ist für die nächsten Jahre Herr und Frau Österreicher ein Begriff. Gerade für Politk-Neulinge empfehlenswert.

  2. Eine andere Erklärung, die für mich übrigens wesentlich plausibler ist, ist jene, dass es innerhalb der FPÖ eine Bande gibt, in die man nur reinkommt, wenn man eine Mutprobe besteht. Ich stell mir das dann in etwa so vor:

    (Ein paar hohe FPÖ-Tiere und Abgeordnete sitzen Abends bei Bier und Stammtisch)
    H.-C. Strache (schon gut drauf nach dem fünften Bier): Burschn, i mog eich. Supa Wahl hamma wieder ghabt letztens, so taugt mir des.
    Hans Weixelbaum: Geh Heinzi, ohne di hättma des nie gschafft, du schaust jo nu fescher aus ois da Haider in de Ochtzgerjohr.
    Wolfgang Zanger: Recht host, Hons. Heinzi, du host es afoch drauf! A wonnst immer nu a weng zfü vom Führer redst, woaßt jo eh genau dass ma des ned tuat und dass dann die Turnher und ihre Spezis immer gonz spitzohrat werdn.
    Heinzi: Ha Woifi, bist leicht feig?
    Hons (imitiert eine aufgeregte Henne): *gacker* gacker*
    (Ein paar Minuten später trinkt Zanger noch einen Schnaps, ruft beim ORF an und vereinbart ein Interview)

Nationalratswahl 2006 – Peter Hojac/Westenthaler

Nach meinen Zukunftplänen vom Strache Heinzi (der gestern übrigens vom sonst so zurückhaltenden Pröll geradezu überrollt wurde) und Schüssel Wolfi hat auch der Ghostwriter wieder ein Gustostück geliefert – diesmal über den Neualteinsteiger Peter Westenthaler:

Für Peter Hojac, der im aktuellen Wahlkampf sowie in seiner Zeit bei der echten, originalen FPÖ, unter seinem Künstlernamen "Ing. Peter Westenthaler" auftritt, wird es – und das ist neu in unserer Serie – im Falle seiner Abwahl als auch im Falle seiner Wahl nur ein Szenario geben: Hojac wird Obst- und Gemüsehändler am Wiener Naschmarkt mit Spezialgebiet Orangen.

Sollte die Partei/Liste/Bewegung/Bündnis "Die Freiheitlichen – Liste Hojac – BZÖ – Jörg H. and Friends – Tante Ursi und Hubsi G. sowie der Rest der coolen Gang" den Einzug ins Hohe Haus nicht schaffen, so bleibt für ihn nur der Naschmarkt als Arbeitsplatz über, zumal er schon im Satireformat "Westi-TV" mehrmals den Naschmarkt besucht hat und sich dort offenbar sehr wohl fühlt. Darauf zu hoffen, dass Westi in das von Frank Stronach aka Franz Strohsack initiierte Flaschenrücknahmeprogramm aufgenommen wird, erscheint unrealistisch, zumal Onkel Frank schon durchklingen hat lassen, dass er den Westi nimmer haben will "weil ich damals offenbar aufs falsche Pferd gesetzt habe, nicht" und er für jemanden wie Hojac "keine Groschen Geld mehr in die Hand nehmen will".

Auch für denn Fall, dass die Partei/Liste/Bew… … und der Rest der coolen Gang" den Einzug in Parlament und Regierung schaffen, bliebe für Hojac nur mehr der Naschmarkt als Arbeitsplatz übrig. Denn in diesem Fall würden sämtliche Ausländer "mit dem Bus, der Bahn und dem Auto" – wie es Hojac formuliert – abgeschoben. Bei einer derart restriktiven Politik verstünde es sich von selbst, dass auch der aus der Tschechischen Republik stammende Peter Hojac in einem Bus, in der Bahn oder in einem Auto Platz nehmen müsste.

In einer solchen Lage könnte Hojac nur auf die Schlepperdienste eines oberösterreichischen Landtagsabgeordneten hoffen, um wieder nach Österreich kommen zu können, um abermals seine zarte Bande zur Tschechischen Republik zu kappen. Klarerweise würde der Wiener Naschmarkt die perfekte Tarnung für sein illegales Ausländerdasein darstellen, zumal er dort auf Grund seiner Herkunft ein funktionierendes Netzwerk aufbauen könnte, auch äußerlich nicht aus seiner Umgebung herausstechen würde und durch seine profunde Kenntnis der Bedeutung und Verbreitung des mohammedanischen Halbmondes auch Verständnis für die Sorgen und Nöte unserer moslemischen Mitbrüder hätte. "Hojatsch, das is a gute Mann, mir halte zam, a ganze Lebe lang" hat unlängst ein Naschmarkthändler in Elisabeth T. Spiras Alltagsgeschichten zum Besten gegeben und scheint so die künftige Naschmarkttauglichkeit Hojacs eindeutig zu bestätigen.

Nationalratswahl 2006 – Wolfgang Schüssel

Nachdem ich mir heute als ewiger Student (ich Karteileiche) selbstverständlich die Parlamentssondersitzung zum Thema Bildung angesehen habe, wurde ich vom dort gezeigten Kindergarten (so billig wie heute gings dort ja noch nie ab – die walhkämpferische Anspannung ist nicht zu übersehen) motiviert, mir erneut Gedanken über die Zukunft unserer Politiker zu machen – nach Hubsi Gorbach und dem Strache Heinzi ist nun der Schweigekanzler höchstselbst an der Reihe:

Wolfgang Schüssel als geborener, berufener Berufspolitiker wird es, im Falle seiner Abwahl, im Gegensatz zu seinem jungen Spezi, dem krassen Karli, oder seiner gebrechlichen alten Tante Liesi G., die kaum von seiner Seite weicht (keiner weiß, was sie dort eigentlich macht, aber sie hat anscheinend sogar schon ihren eigenen Platz im Parlament), in der freien Wirtschaft etwas schwerer haben. Nicht dass er sich während seiner steilen Karriere bis an die Spitze nicht genug Freunde in den Konzernen und Unternehmen der österreichischen Industrieelite gemacht hätte, aber es fehlt derzeit einfach der Bedarf an einem Schweigetopmanager, einem Schweigevorstand oder sogar an einem Schweigeabteilungsleiter – dies wird offensichtlich, und das bestätigte das AMS auf Nachfrage gern, nur in der österreichischen Spitzenpolitik nachgefragt.

Macht aber nichts, macht aber gar nichts, denn unser Wolfi kann problemlos im vietnamesischen Restaurant seines Halbbruders Cheng-Wu Schüssel unterkommen. Dieser Gastrotipp "Zum Schwarzen Drachen" liegt auf einer vielfrequentierten Seitengasse im 16. Wiener Bezirk und erfreut sich unter den Einheimischen größter Beliebtheit. Besonders gut gehen das Schweinefleisch "Prochop-Suey", das Huhn "Pla-Snik" (mit Sojasprossen und pikanter Sauce – aus unverständlichen Gründen ist hier eine Portion aber geradezu übermenschlich groß)  und der Andreaskohl-Salat (scharf, mit Dampfbrot). Der Kanzler würde dann tagein, tagaus still in seiner kleinen asiatischen Küche stehen und zufrieden pfeifend Morcheln kleinschneiden, Nudeln anbraten und diese seltsam kunstvollen Karottenblüten, die anscheinened jedes chinesische Essen zieren müssen, schnitzen. Vorbei wären endlich die Zeiten des nervenaufreibenden Wahlkampfes, vorbei die Zeiten des fröhlichen Grinsens für dubiose Wahlplakate und vorbei die Zeiten, wo man sich einem gewissen eigentümlichen Entertainer names Alf G. gegenüber rechtfertigen muss. Und Wolfi hätte dort in seiner kleinen Küche sogar sein eigenes Wasser, er bräuchte also gar nicht mehr unseres zu stehlen …