Posts Tagged Wohnung

My friends

Useless, all of them. Especially the Bankers.

If I had known how hard it is to draw a free-hand ellipse, I would have thought of another cartoon.

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Ohne Waschmaschine

Bergab geht es mit mir. Nicht genug, dass im September Sarah unsere gemeinsame Wohnung geräumt hat1 – letzte Woche ist dann auch noch die Waschmaschine ausgezogen.

Das bedeutet, dass ich defacto wieder ins Teenageralter zurückgefallen bin (wenn ich überhaupt schon mal raus war): Ab sofort muss ich regelmäßig einen Berg Wäsche zu Muttern heim schaffen; zumindest so lange, bis ich weiß, wo ich als nächstes wohnen werde.

Die Waschmaschine ist das ultimative Zeichen der Selbstständigkeit. Damit wird die letzte Brücke zur elterlichen Abhängigkeit gekappt, endlich ist man wirklich erwachsen und steht auf den eigenen Beinen. Umso vernichtender ist es dann, wenn man nach Jahren der (offensichtlich nur scheinbaren) Unabhängigkeit plötzlich wieder mit einem Korb voller Unterhosen und schamvoll gesenktem Blick daheim vor der Tür steht.

Und, was man gerne unterschätzt und ich jetzt aus erster Hand merke: Eine Waschmaschine im Badezimmer bedeutet auch viel wichtige Ablagefläche für Toiletartikel des täglichen Bedarfs. Ohne ist das kleine Bord unter dem Spiegel sowie jedes freie Plätzchen am Waschbecken ärgerlich vollgeräumt …

1 Und ich deswegen auf der Suche nach einer neuen Singlewohnung bin. Ein Unterfangen, für das ich in etwa so motiviert bin wie für Genitalherpes.

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Wo wohnen?

In drei Monaten ziehe ich also aus meiner Wohnung aus – früher war das noch "unsere", seit einigen Wochen wohne ich aber allein. Das ist auch schön so, ich wohne gern allein; problematisch ist jedoch, dass die Wohnung zu groß für einen allein ist, vor allem für mein schmales Portmonnaie. Wohin also als nächstes?

Günstigere Mietwohnung? Die Variante für Erwachsene, gerade deswegen vielleicht nicht optimal für mich geeignet. Finanziell auch eine größere Hürde, sehr schwierig ist vor allem aber, die richtige zu finden in Linz. Wohnung mein' ich.

Wohnung kaufen? Zu früh, zu viel Verantwortung, zu teuer, zu endgültig.

WG? All meinen früheren Erfahrungen zum Trotz ziehe ich auch wieder eine Wohngemeinschaft in Betracht, dieses Konzept steht und fällt aber mit den richtigen Mitbewohnern. Der gute W. wäre grundsätzlich zwar ganz gut geeignet und selber grad auf der Suche1, scheidet aber leider wegen akuten Haarproblemen (weniger seine als die seiner Katzenungetüme) aus. Und andere vertretbare Mitbewohner sind nicht zu sehen am Horizont. Dabei ließe sich zu dritt ein sehr schönes Domizil finanzieren.

Zurück zu den Eltern? Durchaus denkbar – für das Geldbörserl sicherlich die größte Wohltat. Platz wär auch mehr als genug, nur ist die Lage des heimatlichen Elternhauses suboptimal, denn ich wäre praktisch von meinem Leben abgeschnitten; und fürs Pendeln hab ich kaum die nötige Ausgeglichenheit. Außerdem würde das, wie mir heute schon von G. vorgeworfen wurde, das Klischee des Computerfritzn im KellerDachboden von Muttern perfekt machen.

Studentenheim? Das kristallisiert sich tatsächlich immer mehr als die beste Zwischenlösung heraus. Billig und sorglos in einem gemütlichen Winz-Zimmerchen wohnen (Putzfrau inklusive, eventuell sogar das Essen). Es gäbe auch das eine oder andere Heim in akzeptabler Nähe zur Innenstadt. Möglicherweise hab ich aber nicht mehr die Geduld und Muße, mich mit überlauten, ausufernden Nachbarn herumzuärgern, mit unfreundlichen Putzfrauen oder beischlafsfeindlichen Besuchsregeln.

Weiß irgendjemand ein Plätzchen für mich?

1 Hat mir aber Beziehungen und Empfehlungsschreiben voraus.

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Die Haushalt-Problematik

Sonntags ist die Frau immer aus dem Haus, da hab ich dann die Ruhe und Muße, mich um meinen Anteil am Haushalt zu kümmern. Das heißt meistens: Bad und WC putzen. Das macht mir grundsätzlich auch nicht besonders viel, ich bemühe mich stets redlich und bekomme freundlicherweise auch regelmäßig Lob, weil alles so blitzt und blankt. Trotzdem zermartere ich mir jedesmal das Hirn, wie man den unvermeidbaren Vorgang des Putzens effizienter machen könnte. Schließlich sind das jedes Wochenende die selben Handgriffe, die selben Vorgänge, der selbe Ablauf – da muss man doch etwas automatisieren können?!

Denkt sich der Informatiker natürlich: Warum etwas manuell in einer Stunde machen, wenn man es in fünf automatisieren könnte? Uns wurde immerhin von Kindesbeinen antrainiert, ja nichts händisch zu machen – nur keinen Klick zuviel! Was aber am Computer fein funktioniert, weißt im richtigen Leben leider kleine Schwächen auf . Denn noch gibt es keine Shellscripts und Cronjobs, um den Putzfetzn und das Cillit Bang ohne manuelles Zutun einzusetzen. Selbst nach Jahren des von Putzen begleiteten Hirnzermarterns habe ich hierzu keine Lösung gefunden. Von einer Putzfrau vielleicht mal abgesehen, aber das ist nicht dasselbe.

Kein Wunder also, dass ich hin und wieder wehmütig an die schöne Zeit im Studentenheim zurückdenke, denn dort ging das irgendwie schon von allein: Vormittags kurz außer Haus, plötzlich ist das Zimmer gesaugt, das Bad gewischt und der Müll verschwunden. Wie von Zauberhand!

Ist das vielleicht “das richtige Leben”, von dem man grad zu Studienende dauernd hört? Das Dilemma, jede Woche die selben stupiden Handgriffe machen zu müssen, mit dem Wissen, dass das wohl den Rest des “richtigen Lebens” so weitergehen wird?

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Spaß mit Strom (2)

Nun war es also, dem knappen Akku des Gefährtinnen-Handys sei’s gedankt, an mir, das Rätsel um die verschwundene Elektrizität zu lösen. Äußerst erzürnt wandte ich mich gleich mal an die Hotline des Verbunds, wo ich an dem armen Unterling*, der den Hörer abnehmen musste, meinen Zorn auslassen wollte. In Sekundenschnelle schmolz ich aber dahin (so wie immer, leider), weil die Verbund-Dame am anderen Ende der Leitung so nett und zuckersüß war.

Voller Verständnis sicherte sie mir ihr Mitgefühl sowie die korrekte Abarbeitung von Seiten des Verbunds zu (am 11. April ging die Ummeldung an die Linz AG) und versprach, sich sofort darum zu kümmern und sich wieder bei mir zu melden. Parallel versuchte es Sarah mit den letzten Watts ihres Handys nochmal bei der Linz AG, kam dort aber noch immer zu keiner Lösung.

Tatsächlich erreichte mich etwa zwanzig Minuten später der Rückruf der Verbunddame, die sich mit der äußerst seltsamen Ausrede entschuldigte, dass sie bei der Linz AG keinen erreichen könne. Sie gab mir aber eine neue Telefonnummer für dort, wo ich es bitte selber versuchen möge – schließlich habe der Verbund ja keine Schuld an meiner Misere.

Ich folgte ihrer Anweisung, rief die Linz AG an und kam nach einigem Hin und Her an einen kompetent wirkenden Herrn, der es nach einiger Zeit unglaublicherweise schaffte, das Rätsel aufzuklären: Irgendwo ging die Ummeldung vom Verbund verloren und daher hatte der Netzbetreiber (also die Linz AG) es als nötig empfunden, ohne jede Vorwarnung oder Hinweis unsere Wohnung als unbewohnt zu deklarieren und kurzerhand den Strom abzudrehen. Nach etwas zusätzlichem Hin- und Her (unsere Anschlussnummer war nicht im Computer, vom Vormieter hatte natürlich auch keiner Ahnung, und so weiter und so fort) versprach mir mein Gegenüber, den Techniker, der den Strom abgedreht hatte, gleich zurückzudirigieren um denselben wieder anzumachen.

Während meiner ausführlichen Gespräche mit der Linz AG ging es auch sonst noch rund: Ich rief mehrmals ergebnislos die Gebäudeverwaltung an, um den Vormieter ausfindig zu machen, der Haustechniker meldete sich bei mir, weil auch er irgendwie Wind von der Sache bekommen hatte und seiner Meinung, dass er nichts für mich tun könne, persönlich Ausdruck verschaffte. Und dazwischen musste ich natürlich immer wieder meine Gefährtin beruhigen, und ihr versprechen, dass alles gut werden würde und sie sich bald wieder föhnen könne.

Und wirklich: Nur wenige Minuten, nachdem ich mich von der Linz AG Hotline verabschiedet hatte, war die Elektrizität wieder da. Das Mysterium um die verschwundene Ummeldung und wie sowas überhaupt passieren kann, ist noch in der Aufklärung begriffen und wird wohl zwangsläufig von einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss behandelt werden müssen.

* mein neues Lieblingswort

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