Zur Firmung ins Puff

Nach der Firmung ins BordellEine wunderschöne Geschichte hab ich heute im Standard entdeckt: In der Steiermark ist es offenbar gang und gäbe, als Belohnung zur Firmung vom Firmpaten einen Besuch im Bordell gesponsert zu bekommen.

Respekt. So mit 12, 13 Jahren den männlichen Initiationsritus1 unter aktiver Mithilfe einer erheblich älteren, erfahrenen, ausgelaugten, verbrauchten Dame abzuhalten … Respekt. Fast ein bisschen romantisch.

Bei uns im Mühlviertel gibts das leider noch nicht; wir sind doch eher rückständig und das klassische Firm-Geschenk ist die Armbanduhr2. Auch durchaus nett und nützlich, aber ein nervös-mechanischer Fick, um dann bei der ersten richtigen Freundin 3 Jahre später nicht mehr so aufgeregt sein zu müssen – unbezahlbar.

Dass man eigentlich erst ab 18 ins Puff darf: Wurscht. Ebenso wie die saftige Strafe ob des Verstoßes gegen den Jugendschutz.

Eine Sache frage ich mich aber noch: Ist es für die Huren etwas Besonderes, wenn sie eine Jüngelchen zum Manne machen dürfen? Oder ist die durchschnittliche Dame des horizontalen Gewerbes schon so abgestumpft, dass es ein Job3 wie jeder andere ist? Ob sie wohl auf besondere Wünsche wie “Gengangs, Fräulein, sans hoid a weng zärtlich zu mir, es wär wegen meinem ersten Mal gwesn. Verbindlichsten Dank.” eingeht?

  1. Zitat Standard
  2. Ich hab damals übrigens als Dreingabe sogar eine Scooter-CD dazu bekommen!
  3. No pun intended

Allgemeines Bürgerliches Beziehungsgesetzbuch: Erstes Hauptwerk – Vom Wesen einer Beziehung

Der folgende Beitrag erschien in der April-Ausgabe des FH-OÖ-Magazins up. Und jetzt, noch brühwarm, hier. Der zweite Teil folgt in einigen Wochen, sowohl gedruckt als auch natürlich wieder auf RandomInsights.

In einem archäologischen Kraftakt in Zusammenarbeit mit der Universitätsbibliothek Wien, dem Vatikanischen Archiv und CERN hat UP das Allgemeine Bürgerliche Beziehungsgesetzbuch von 1812 aufwändig restauriert und veröffentlicht es nun weltexklusiv im Original. Auch heute, in den vermeintlich modernen Zeiten der 2. Republik, ist das ABBGB die wichtigste noch geltende Kodifikation des Beziehungsrechts in Österreich.

§1
Beziehungen heißen diejenigen Verträge, welche in der Absicht einer gesellschaftlichen Verbindung geschlossen werden; dies erfolgt gemeinhin in Form einer mündlichen oder rein körperlichen Absichtserklärung, fallweise auch unter erheblichem Suchtmitteleinfluss. Sie haben vorzüglich und hauptsächlich die regelmäßige, gegenseitige Vergenusszwergelung zum Gegenstand.

§2
Eine Beziehung kann als beliebige Kombination von einer oder mehrerer natürlicher Personen vereinbart werden. Üblich ist eine solche Verbindung zwischen Mann und Weibe, Mann und Männchen sowie Weib und Frauenzimmer, wohingegen eine Beziehung mit sich selbst freilich als “Single Player Modus” bezeichnet wird, nur von vergleichsweise kurzer Dauer ist sowie ihren einsamen Ein- und Ausklang bevorzugt unter der heimatlichen Bettdecke findet.

§3
Auch ohne explizit getroffene Vereinbarung zwischen den in der Beziehung verpflichteten Vertragsparteien wird ein gegenseitiges Genussrecht eingeräumt. Dieses Recht gilt, sofern keine anderslautende mündliche oder schriftliche Festlegung besteht, sächlich und zeitlich uneingeschränkt, kann jedoch jederzeit anlassbezogen widerrufen werden, etwa unter Anrufung des klassisch-traditionellen “Kopfwehparagraphen”.

§4
Eine Beziehung allein begründet noch keine Gemeinschaft der Güter zwischen den involvierten Parteien. Was ein Partner dem anderen an Schmuck, Edelsteinen und andern Kostbarkeiten zum Putze gegeben hat, wird allerdings in Zweifel nicht für gelehnt, sondern für geschenkt angesehen.

§5
Die Vertragsparteien einer Beziehung haben eine zumindest zeitweise Teilung von Tisch und Bett herbeizuführen. Die Legislative empfiehlt aber ausdrücklich, ebenfalls die Badewanne zu teilen. Und den Küchenboden. Und im Auto sowohl den Beifahrersitz als auch die unbequeme Rückbank. Und den Aufzug im Haus der Schwiegereltern; ja, genau den einen mit der Glasfront nach draußen.

§6
Für die dauerhafte Fortführung einer Beziehung ist es absolut unerlässlich, ausgeprägte bilaterale Diplomatie walten zu lassen und den anderen in die Beziehung involvierten Personen unter keinen Umständen die uneingeschränkte Wahrheit zu sagen. Außerdem sollten alle Vertragsparteien stets darauf achten, einschlägige Magazine vor unerlaubtem Zugriff zu schützen und die Browserhistory unverdächtig zu halten.

Die Sache mit dem prämenstruellen Syndrom

Liebe Frauen,

ihr habt ja eine ganze Menge, für das ihr uns Männer beneidet: Wir sind stärker, schneller, können besser Auto fahren, problemlos im Stehen pinkeln und nachts angstfrei durch die Stadt schlendern 1. Und dann ist da auch natürlich auch noch dieses eine Ding, das euch keine Ruhe zu lassen scheint.

Aber das ist alles egal, denn ihr Frauen habt eine Sache, die alle evolutionären Nachteile auf einen Schlag wieder wett macht: Ihr habt nämlich die Regel.

Die Regel, das ist allein euer Ding. 100 % exklusiv, außer euch hat die nämlich sonst niemand. Wir können nur vermuten, wie das so ist mit der Regel, und müssen uns dubioses Halbwissen aus zwischen den Zeilen suchen. Wir vermuten zwar, dass die Regel manchmal gar nicht so super ist, aber wissen tun wir das nicht.

Wir wissen nur eines: Wir hassen die Regel. Einerseits natürlich, weil wir sie so mysteriös ist für uns; andererseits und viel schwerwiegender hassen wir sie aber, weil sie uns Sex verbietet: In regelmäßigen Abständen nimmt uns die Regel widerspruchs- und kampflos unseren Sex weg. Und wir können nichts dagegen tun, ja wir versuchen es nicht einmal.

Nun seid ihr Frauen natürlich nicht blöd und habt ganz schnell gemerkt, wie gut das funktioniert, das mit der Regel und dem Widerspruchslos. Und seit dem verwendet ihr diese Masche immer dann, wenn ihr was nicht machen wollt. Ihr habt es sogar geschafft, dass dem Ganzen ein ganz wichtig und wissenschaftlich klingender Namen gegeben wurde, nämlich PMS.

Ihr wollt nicht Einkaufen gehen? Wollt uns kein Bier aus dem Keller holen? Mögt ein Glas kaltes, klares Wasser ans Bett gebracht oder die Fernbedienung zwischen den Couchkissen hervor gesucht? Ein sanfter Hinweis durch die Blume Richtung Regel genügt und schon eilen wir, um euch ohne Klage jeden Wunsch von den Lippen abzulesen.

Richtig fein habt ihr euch das zurecht gelegt. Das muss euch ganz klar zugestanden werden, euer System hat keine Schwäche und funktioniert einwandfrei. Gegen ein leidend und mit großen, traurigen Augen vorgebrachtes “Schatz, kannst du mir die Füße massieren, mir gehts heute nicht so gut, naja, du weißt schon.” ist halt einfach kein Kraut gewachsen. Egal worum es geht, die Regel dient im Zweifel als Grund für oder gegen alles.

Aber wir werden nicht ruhen. Tag und Nacht forschen unsere besten Männer daran, eine Verteidigung für diese eure ultimative Waffe zu finden. Noch ist uns das nicht gelungen, aber wir arbeiten hart daran und es kann nur mehr eine Frage der Zeit sein … und dann, ja dann wird alles anders.

(Dieser Beitrag ist JM gewidmet, die mir die Tage aus ebenjenem Grund ein Date verweigert hat.)

  1. Okay, das ist natürlich gelogen, ich fürchte mich immer zu Tode, wenn ich im Dunklen weiter als 500 Meter von meiner Wohnung weg muss.

Saxx Ass Certification & Registration Authority

Da ich ja fest davon überzeugt bin, dass es sich “dieses Scheißinternet” niemals durchsetzen wird, von all dem Computerkram ganz zu schweigen, bin ich auf der Suche nach alternativen Standbeinen.

Und da derzeit ja Gütesiegel, Normen und Auszeichnungen allgemein recht boomen, habe ich SACRA gegründet, die Saxx Ass Certification & Registration Authority.

Die begehrte SACRA-Urkunde

SACRA ist eine pro bono publico NGO ohne Gewinnabsichten und hat alleine die Weltverbesserung im Sinn. Hehres, nobles Ziel von SACRA als unabhängiges Institut ist es, weibliche Popschis zu prüfen, zu vergleichen und zu zertifizieren. Wenn ein Popschi die außergewöhnlich hohen Hürden und Prüfungen erfolgreich besteht, wird er mit dem dem begehrten SACRA-Gütesiegel ausgezeichnet und bekommt außerdem die “Mighty Fine Ass”-Urkunde verliehen – international als “der Oskar unter allen Hintern-Auszeichnungen” bekannt.

Zusammenfassend kann man sicher sagen, dass SACRA mit der AMA und ähnlichen Mitbewerbern in direkter Konkurrenz auf dem Fachgebiet der “Fleischauszeichnung” steht; die Qualitätsansprüche von SACRA sind allerdings erheblich höher, bis dato konnte weltweit erst ein einziger Popschi die höchste Ehre – das SACRA-Gütesiegel – ergattern.

Überhaupt ist SACRA trotz des erst kurzen Bestehens bereits tief im Bewusstsein der Bevölkerung als zuverlässige und unabhängige Institution verankert. Das zeigt sich sogar schon in der Alltagssprache, etwa bei Sätzen wie “Jo, SACRA Hittn nuamoi, Oida, gib da amoi den feinen Orsch bei dem Hasal dortn!”

Interessentinnen, die sich die international anerkannte SACRA-Zertifizierung aneignen wollen, bitte ich, sich an die jeweils nächstgelegene SACRA-Registratur zu wenden.

DIN SPEC 91253, die Social-Media-Norm

Ich wage es nicht, mich mit meiner wenig innovativen, durch Faulheit motivierten Automatisiertes-Cross-Posting-auf-alle-wichtigen-Social-Media-Plattformen-Strategie als Social Media1 Aficionado, geschweige denn -experte zu bezeichnen.

Aber sogar mir ist klar, dass eine gewisse Agilität, Flexibilität, Geschwindigkeit und Unkompliziertheit vonnöten ist, um auf dem Gebiet erfolgreich zu sein – es hat halt schon einen Grund, warum es so wenige Unternehmen gibt, die mit Social Media erfolgreich sind; und so viele, die massiv damit untergehen.

Gut dass sich unsere Lieblingsinstitut, das DIN, sich endlich dieses Problems annimmt und eine Social-Media-Norm einführt. Das DIN ist ja allgemein bekannt für seine Agilität, Flexibilität, Geschwindigkeit und Unkompliziertheit, die SPEC 91253 wird also definitiv ein Erfolg.

Exklusiv für den geneigten Leser von RandomInsights.net konnte ich bereits vorab von der DIN einen Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis der kommenden Norm bekommen und mich aus erster Hand von der Relevanz derselbigen überzeugen:

  1. Richtiges Verhalten auf dem Datenhighway
    1. Kann E-Mail wirklich Telex und Fax ersetzen?
    2. Modem oder Telefon – was hat Vorrang auf der Leitung?
  2. Social Media
    1. MySpace, das neueste und heißeste Portal
  3. Gefahren und Risiken für Unternehmen
    1. Napster – Musik herunterladen im Graubereich der Legalität
    2. Vorsicht: Disketten als Werkzeug zum Datendiebstahl aus dem Büro

(Danke für den Link, RB.)

  1. Gibt es eigentlich jemanden, dem dieses Wort noch nicht aus allen ungeschützten Körperöffnungen raushängt?