Nur damit das geklärt ist – sicher ist sicher. Denn was der olle Dichand kann, kann ich schon lange:
Monthly Archives: July 2008
Der rechtsextreme Alltag der Österreicher
Eine aktuelle Studie aus Deutschland zeigt auf, dass die rechtsextremen Tendenzen in "normalen" Deutschen immer weiter steigen und überhaupt allgemein unterschätzt wird.
Offensichtlich gilt laut dieser Studie ein jeder, der sich nicht für eine Zuwanderung ohne Einschränkungen einsetzt, als rechtsextrem. Jeder, der meint, dass in bestimmen Stadtvierteln doch überwiegend türkische ausländische Verhältnisse eingezogen sind und der dort aus eben diesem Grund lieber nicht mehr wohnen möchte, wird anscheinend als rechtsextrem eingestuft. Lächerlich. Nur weil ich nicht jede Kirche durch eine Moschee ersetzt haben will, bin ich noch lange nicht im extrem rechten Lager.
Diese "rechtsextremen Tendenzen" werden in dieser Studie auch als absolut demokratiefeindlich bezeichnet. Ebenso lächerlich: Ich bin durchaus für sehr strenge Einwanderungsbedingungen für Länder, aus denen ohnehin schon sehr viele Einwanderer nach Österreich gekommen sind und wo kein Grund für eine Aufnahme beziehungsweise Asyl besteht. Trotzdem glaube ich fest an das grundsätzliche Funktionieren von Demokratie*. Ich bin also weder rechtsextrem noch demokratiefeindlich, auch wenn ihr mich anscheinend gerne so sehen würdet, liebe Friedrich-Ebert-Stiftung.
Meinl geht unter
Darüber, dass es eine unglaubliche Frechheit ist, was sich diverse Subunternehmen unter der Flagge der Meinl-Familie erlauben, habe ich schon einmal geschrieben . Ebenso darüber, dass der Name Meinl für immer irreparabel beschädigt ist und dass ich das diesem schleimigen, inzestiösen Familienoberhaupt von ganzem Herzen vergönne.
Mittlerweile ziehen die Skandale rund um Meinl European Land, Meinl European Power und wie die ganzen Teile des undurchsichtigen Firmengestrüpps noch heißen mögen immer größere Kreise. Ganz besonders freut es mich, dass mittlerweile sogar die Finanzaufsicht des vermeintlich sicheren Hafens Jersey auf die Gaunereien (wenn schon nicht illegale, dann zumindest moralisch verwerfliche) aufmerksam geworden sind.
Vor der Tür der lokalen Meinl-Bank hat sich mittlerweile ein Häufchen unabgeholter Pakete angesammelt. Heute hat mich ein ausländischer Herr von einem Lieferdienst verzweifelt gefragt, warum dort keiner mehr aufmacht und er seine Packerl nicht mehr abliefern kann. Auf mein "Keine Ahnung wo die alle hin sind" hat er nur hilflos mit den Schultern gezuckt, gegrinst und "Hamma Konkurs, ha?" gesagt.
Die Banker sind wohl alle auf Betriebsurlaub, aber angesichts der Meinl-Schauergeschichten, die ich täglich im Wirtschaftsblatt lese, ist das plötzliche Verschwinden der Belegschaft doch leicht erheiternd. Dazu kommt, dass vor einigen Tagen ein Herr vom Schlüsseldienst am Schloss zur Meinl-Bank gewerkt hatte …
Update 19. Juli 2008
Unglaublich – da mache ich mich noch lustig über die verschlossene Meinl-Bank und dann muss ich in der Zeitung lesen, dass sie tatsächlich verlassen wurde …
H(e)i(l)
Heute hat mich der Gedanke nach dem Ursprung der englischen (oder besser angloamerikanischen) Begrüßung "Hi" nicht los gelassen. Die naheliegendste Vermutung ist natürlich die, dass es eine typisch amerikanische Abkürzung von "Hello" oder gar von "How are you?" wäre.
Dabei ist es ganz einfach: "Hi" ist offensichtlich eine Abkürzung von "Heil" beziehungsweise "Heil Hitler". Wieder ein Fetzen Deutsch, der es ins Englische geschafft hat.
Wer bezahlt für den Totalschaden?
Eine Vorarlberger Familie klagt beim Obersten Gerichtshof , weil ihr ungeborenes Kind als "Schaden" bezeichnet wird. Hintergrund: Vor kurzem wurden in Kärnten ein behindertes Kind geboren, dessen Behinderung von den Ärzten nicht korrekt erkannt wurde. Daher wurde den Eltern lebenslanger Schadensersatz für ihr nun behindertes Kind zugesprochen.
Die angesprochenen Vorarlberger bekommen nun bald ein Kind, das exakt die gleiche Behinderung aufweist – diesmal von den Ärzten korrekt erkannt. Die Eltern werden das Baby trotzdem bekommen und finden es nun tragisch, dass es per schadensrechtlichem Gerichtsspruch in Kärnten gleich mal als "Totalschaden" bezeichnet wird.
Sie betonen aber auch ausdrücklich, dass es ihnen "nicht ums Geld geht". Trotzdem fordern sie im selben Atemzug von der Republik, dass ihnen gefälligst der "behinderungsbedingte Mehraufwand" vergütet wird. Offensichtlich genügen die zahllosen Behindertenzuschüsse, -zahlungen und -ermäßigungen nicht, und auf Schadensersatz können sie auch nicht hoffen, da die Behinderung des Kindes korrekt erkannt wurde.
Ist das nicht etwa so, wie wenn ich wissentlich ein stark beschädigtes Auto kaufen würde und trotzdem dann vom Autohändler auch noch Schadensersatz verlangen würde?
Eltern: "Wir würden gerne dieses Auto kaufen."
Autohändler: "Sehr gerne, aber dieses Modell hat leider keinen Motor mehr, kein Lenkrad und überhaupt ist es schon zweimal ausgebrannt."
Eltern: "Kein Problem, wir nehmen es trotzdem."
Autohändler: "Sind Sie sicher? Das gibt bestimmt massive Probleme und ich könnte …"
Eltern: "Ruhe, wir nehmen es."
Autohändler: "Okay, wenn das ihr ausgesprochener Wunsch ist und Sie sich über alle Komplikationen und Eventualitäten im Klaren sind."
Eltern (sind sich sicher und unterschreiben): "Passt, danke, ist gekauft."
Autohändler (verwundert, aber unterwirft sich dem Wunsch der Eltern): "Danke und viel Spaß mit ihrem neuen Auto."
Eltern: "So, und jetzt unterhalten wir uns mal über Schadensersatz. Sie haben uns ein hoffnungslos beschädigtes Auto verkauft und obwohl sie uns mehrmals ausdrücklich darauf hingewiesen haben und wir alle ihre guten Ratschläge ignoriert haben, verlangen wir von ihnen oder der Republik, je nachdem wer früher nachgibt, eine beträchtliche Kompensation …"