Mein Liwest-Abuse

Das ist zwar jetzt nicht wahnsinnig interessant, aber der Vollständigkeit halber und zur Information des geneigten Lesers:

So um Weihnachten erreichte mich zu meinem Entsetzen von Liwest im Auftrag von Paramount per E-Mail die Aufforderung, das Filesharing eines bestimmten mäßig guten Science-Fiction-Films, den ich versehentlich über Torrent heruntergeladen hatte,  zu unterlassen. Schockiert über meinen unbeabsichtigten Gesetzesbruch lautete meine Antwort darauf so:

Liebes Liwest-Abuse-Team,

vielen Dank dass sie mich auf meine Urheberrechtsverletzung aufmerksam
gemacht haben – ich hab die fraglichen Daten umgehend gelöscht.

Aus persönlichem Interesse: Ist es schon einmal vorgekommen, dass Sie
tatsächlich einen Internetzugang sperren mussten, weil trotz
Aufforderung Urheberrechtsverletzungen ungezügelt weiter gingen? Wie
wäre in einem solchen Fall die weitere Vorgehensweise?

Vielen Dank für Ihre Antwort,
XXXXXX XXXXXXXXX

Die etwas wortkarge Antwort (Ortographie wie üblich unverändert übernommen) darauf war dann:

Hallo Herr XXXXXXXXX!

Bedauerlicherweise mussten shcon Zugänge Stillgelegt werden.
Im Falle einer Klage würde der Kunde dann informiert, insofern dies keinen Einfluss auf die Strafprozessordnung hat.

mit freundlichen Grüssen
Abuse

15 Gedanken zu „Mein Liwest-Abuse“

  1. Na da spielen dann Dativ, Genetiv und der Rest der coolen Gang auch keine Rolle mehr. Und die Anrede Hallo find ich auch immer ziemlich spannend…

  2. find ich spannend dass man im Liwest Netz wirklich schon so stark überwacht wird. Wie lange hattest du den Film freigegeben?

  3. Ich hab grundsätzlich gar nix freigegeben, kenn mich ja ned aus mit dem ganzen Computerzeug. Blödes Kastl des, des muss irgendein Virus oder Hacker gmacht haben bei mir.

    Aber nach ausführlichem Studium, was Torrent eigentlich ist, vermute ich, dass es durch das automatische Hochladen („Freigeben“) während des Runterladens passiert ist, das ja Torrent aus macht.

  4. Ich auch!

    Nur weil ich Softwareentwickler bin, heißt das noch lange nicht, dass ich mich besonders gut am PC auskenne oder ein krasser Hacker und digitaler Wunderwirker bin. Ganz im Gegenteil – besonders gut am PC sollten sich Systemadministratoren und Servicetechniker auskennen (nicht Softwareentwickler) und besonders gut hacken können Hacker (nicht stinknormale Softwareentwickler).

    Trotzdem nimmt das automatisch jeder Nicht-ITler an. Und das fuckt mich zunehmend an, vor allem, wenn irgendwer meint, ich soll seinen PC herrichten und dann, wenn ich nach einiger Zeit am Ende meiner Weisheit sage „Sry, da bin ich jetzt überfragt, keine Ahnung was man da noch machen könnte“, kriegt man nur vorwurfsvolle Blicke a la „Pff, sag halt wenns dich nimma gfreit, du fauler Zipf-Arsch“.

  5. Oh sorry, aber ich geh prinzipiell davon aus, dass sich alle am PC besser auskennen als ich – was nicht schwer ist, ich schaffs ja nicht mal Skype zu installieren;(

  6. Macht nix. aber es is halt so wie wenn man einem …. hmm, überlegen …. Schreiberling im Bravo sagen würd, er soll ab sofort die Redaktion des Wirtschaftsteils der New York Times übernehmen – kann schon sein, dass er das irgendwie zambringt, aber nicht so ohne weiteres und nicht ohne zusätzliche Ausbildung und Erfahrung.

  7. Es gibt ja so Internetseiten die, sobald man dorthin surft, eine Software im Hintergrund installieren. Eventuell ist dadurch dieses Programm drauf gekommen. So gesehen ist es ja sogar sehr nett von Liwest, dich auf den Angriff auf deinen PC hinzuweisen.

  8. Oder es handelt sich um ein Verschwörungskomplott im Pentagon um zu verhindern, dass saxx die Präsidentschaftswahlen gewinnt!

    Alles andere halte ich für schlichte Untertreibung!!

  9. Wobei seit neuestem der Hauptgrund für meine Kandidatur nicht mehr ist, rauszufinden, ob es Area 51 tatsächlich gibt, sondern heiße Ex-Models aufzuzwicken.

  10. @saxx
    Für die Ex-Models solltest du in Frankreich kandidieren. In den USA musst dich mit einer Praktikantin zufrieden geben.