Mein Besuch beim Fritzl-Haus: Eine Foto-Story

Aus geschäftlichen Gründen (ui, wie wichtig das klingt)  war ich letzte Woche in Amstetten. Und natürlich konnte ich nicht anders und musste auf eine kurze Exkursion zur einzigen Sehenswürdigkeit dieser grauen, kleinen Stadt – zum Haus von Josef Fritzl. Hätte ich das verabsäumt, wäre es in etwa so, wie wenn ich nach London führe und mir nicht einmal den Tower ansähe …

Nach etwas Google-Recherche hatte ich auch die genaue Adresse – nämlich Ybbsstraße 40 – herausgefunden und konnte feststellen, dass das berühmteste Grundstück Niederösterreichs nur wenige Gehminuten von meinem Hotel entfernt war. In einer freien Viertelstunde machte ich mich also auf und strolchte mit dem geborgten Fotoapparat durch die farblosen Gassen von Amstetten.

Auffällig war, dass die Amstettener offenbar mit aller Macht versuchen, die schlimmen Erinnerungen an die grausige Tat von Josef F. abzuschütteln. Allerorts strahlen einem gezwungen fröhliche Plakate entgegen und es wimmelt nur so von Einladungen zu aufheiternden Events. Das alles offenbar ohne Erfolg, denn der durchschnittliche Amstettener geht allein, bedrückt und abweisend, mit gesenktem Kopf und mit hochgeschlagenem Mantelkragen. Ausnahme bilden auch hier mal wieder unsere türkischen Klischee-Mitbürger, die sich zu Dutzenden vor einem türkischen Café herumtrieben und genauso scheiße aussahen wie überall sonst auch.

Schnell war klar, warum niemandem in Amstetten die Umtriebigkeit von Fritzl aufgefallen war – offenbar ist es hier nicht weiter ungewöhnlich, Betonklötze ohne jedes Fenster neben die Hauptstraße hinzustellen. Wenn man es mal nüchtern betrachtet, könnte hier in jedem zweiten Haus ein Kerker eingerichtet sein …

Überhaupt ist Amstetten ein sehr düsterer Ort. Ständig hat man Angst, versehentlich in ein Kellerverlies zu stolpern, ich blickte öfter furchterfüllt zurück über meine Schulter als geradeaus. Zur Beruhigung des geneigten Lesers kann ich aber schon jetzt vorwegnehmen: Mein Ausflug ist noch einmal gut gegangen und ich konnte heil nach Hause zurückkehren.

Wie ich schon erwähnte, ist Amstetten ein sehr hässlicher, teils auch baufälliger Ort. Wie zum Hohn konnte ich aber auch einen Hinweis auf eine lokale Baumesse entdecken. Hat Fritzl sich hier die Ideen und die Baumaterialien geholt? Wurde er hier fachgerecht beraten, wie man am besten den Bau eines Kellergefängnisses in Angriff nimmt?

Endlich – ich wäre fast daran vorbeigegangen – war ich in der Ybbsstraße 40 angekommen. Ich war wirklich überrascht, denn das Fritzl-Haus befindet sich tatsächlich praktisch in der Innenstadt, in einer viel befahrenen Straße voller eng gedrängter Geschäfte und Wohnhäuser. An der Vorderfront ist übrigens eine Bäckerei, ich war aber viel zu verstört um mir auch nur ein Brandteigringerl mit Vanillecreme zu genehmigen.

Über eine Seitenstraße kommt man zur Rückseite des Hauses, wo ich auch die Fotos des berühmten grauen Klotzes schießen konnte. Wie man übrigens gut darauf erkennen kann, gibt es auch ein Fritzl-Wohnmobil, über das man in den Medien sonst noch nichts gehört hat. Vermutlich, weil der teuflische Kerkermeister sein zweifellos dort installiertes fahrbares Verlies so gut versteckt hat, dass es von den Spezialisten bis dato noch nicht gefunden wurde.

Josef F. residiert offiziell offenbar nicht mehr in seinem selbstgebauten Anwesen – zumindest gibt der Briefkasten keinerlei Hinweise darauf. Würde man das Haus nicht aus allen Medien kennen, würde einem außer der ausgesprochenen Hässlichkeit, die sich aber gut ins Stadtbild von Amstetten einfügt, nichts Besonderes auffallen. Ich hab mich leider nicht getraut nachzusehen, ob die Tür versperrt war – nicht dass sie hinter mir zufällt und ich einige (24?) Jahre ohne Breitbandinternetzugang auskommen muss. Gott bewahre!

Mein Rückweg von der Stätte des Fritzl-Grauens war traurig und bedrückend. Ich konnte mich nicht des Eindrucks erwehren, dass in ganz Amstetten überall Hinweise auf im Untergrund verschollene Menschen wären. Warum nur, warum hat die Polizei nicht diesen gut sichtbaren, einfachen Hilferuf befolgt und einfach mal gegraben?!

45 Gedanken zu „Mein Besuch beim Fritzl-Haus: Eine Foto-Story“

  1. erstmal find ichs intressant das jemand „von uns“ dort war und sich das selbst angeschaut hat ..
    und zweitens .. ich find das schon ei nbisschen düster wie du das schreibst.. vielleicht hast du einfach zufällig die amstettner mit den wenigsten zukunfstaussichten getroffen? 🙂 und an einem tag mit so schlechtem wetter schaut alles gleich nochmal schlimmer aus.
    ich will nix schönmalen.. aber du solltest nicht einen ganzen ort verdammen 🙂

  2. Mag sein dass es am Wetter lag, aber ich will halt auch nix schönmalen: Das erste, das ich mir gedacht habe, als ich ausm Bahnhof raus bin, war „Verdammt, so eine schiache Stadt“.

    1. Erstens ist es unheimlich schade, mit einer Person zu diskutieren, die Vorurteile gegen Ausländer und einen faschistischen Hintergedanken bevorzugen. Amstetten ist seit jeher eine Industriestadt und Zentrum für Fortbildung und Wissenschaft. Natürlich ist Amstetten gezeichnet durch dieses bestialische Verbrechen, doch es ist genauso satirisch Zirkusplakate als Weg des Vergessens zu bezeichnen. Entweder man bemüht sich diese grauenhafte Geschichte ernst zu nehmen oder man soll gleich zuhause bleiben und sich seinen Bauch mit Weisswurst und Weizenbier vollschlagen( ui, hab ich dich jetzt verletzt Einheitsdeutscher?).

      Euer Telemax

  3. da ich zufällig aus amstetten bin und dieser blog(eintrag) in meinem rss-reader aufgetaucht ist, erlaube ich mir einen kurzen kommentar abzugeben. sollte ihr eintrag eine form von sarkusmus darstellen, die mir nicht zugänglich ist, ersuche ich, die nachstehenden worte zu ignorieren.

    lieber autor, sie haben wohl zuviele schlechte filme gesehen. ihr kläglicher versuch, in amstetten die abgründe der menschheit zu entdecken, ist gründlich daneben gegangen.

    aus faschingsumzugseinladungen und zirkusvorstellungen einen zusammenhang zum fall f. herzustellen, unterschreitet sogar das niveau einer deutschen bild-zeitung. amstetten gibt zu dieser jahreszeit ein trostloses bild ab, ja – so wie wie hunderte von anderen städten zu dieser jahreszeit auch.

    sie hätten wohl an der anzahl der hauswände ohne fenster schon vor dem aufdecken dieses falls ein derart schreckliches verbrechen vorhersehen können, stimmt’s?

    all ihre versuche, in amstetten – und nicht im menschen josef f. – den grund für das verbrechen zu suchen, ist ihr nichteingestehenwollen, dass derartige abgründe in jedem ort und in jedem menschen angetroffen werden könnten. dieser gedanke betrübt. wäre schön, wenn sie sich das eingestehen könnten.

    P.S. ich bin ein durschnittlicher amstettner und ich gehe meist nicht allein, bedrückt, abweisend, mit gesenktem kopf durch amstetten, aber manchmal, wenns kalt ist, mit hochgeschlagenem mantelkragen.

  4. Lieber Herr Fenner,

    vielen Dank für Ihre freundliche Antwort. Es handelt sich hierbei tatsächlich um eine Form von Sarkasmus, die Ihnen nicht zugänglich ist. Ich freue mich aber, dass Sie sich die Zeit genommen haben, eine so ausführliche Antwort zu formulieren und uns so als Amstettener einen Insider-Einblick gewährt haben. Langsam dämmert es mir, dass vielleicht doch nicht jeder Amstettener ein Kellerverlies bei sich zu Hause hat.

    Hochachtungsvoll,
    der Autor.

    ps: Ich bin ansonsten überaus froh, dass mein Besuch in Amstetten so glücklich mit dem Fritzl-Prozess zusammenfällt und das die Besucherzahlen sprunghaft ansteigen lässt. Ich bin ja bekanntlich eine Pageviews-Hure.

  5. Lieber Autor,

    es tut gut zu lesen, dass ihr Beitrag sarkastisch gedacht war. Offensichtlich ist diese Form von Sarkasmus auch anderen Lesern dieses Blogs (siehe Post von JuMa) nicht zugänglich. Und worin der Sarkasmus in Aussagen „verdammt, so eine schiache Stadt“ oder „…sehen genauso Scheiße aus wie überall anders auch…“ liegt, wird wohl ihr Geheimnis bleiben.

    Dennoch kann ich Ihnen Mut machen: mit ihrer profunden Kenntnissen von Amstetten und ihrem intellektuellem Zugang zum Zynismus (und hier liegt Grund für ihre falsch verstandene Form des Sarkasmus) könnten Sie es bei der Krone oder englischen Boulevardblättern noch weit bringen.

    K. Fenner

  6. möchte nur anmerken dass mir der Sarkasmus des Blogautors normalerweise sehr wohl zugänglich ist. 🙂
    dieser eintrag kam halt einfach ein bisschen zu ernst gemeint rüber um den üblichen trockenen humor dahinter zu entdecken. naja.. bei einem thema wie diesem balanciert man immer auf einer hauchdünnen linie zwischen sarkasmus/humorvolle behandlung des themas und zu-nahe-treten der persönlich betroffenen (-was auch verständlich ist).

    is halt schwierig!
    aber wie immer muss man verstehn das der saxx es ja nicht böse meint 🙂

  7. Tatsächlich wollte ich in meiner Antwort vorhin noch darauf hinweisen, dass ich dies weniger als Sarkasmus, sondern mehr als Zynismus sehe. Hab es mir dann aber verkniffen, um nicht schon wieder als Besserwisser zu gelten.

    Wobei mein Gedanke mit „schiach“ tatsächlich so stattgefunden hat und zu der Aussage stehe ich auch. Ich habe selten eine so trostlose (Ihre (passenden) Worte, Herr Fenner) Stadt gesehen. Und eine Ansammlung türkischstämmiger Jugendlicher mit ihren gleichartigen „Uniformen“ (Kapperl, Jogginghosen, Sonnenbrillen, etc.) entbehrt ganz bestimmt nicht einer gewissen Lustigkeit.

    Sei wie es sei: Ich habe den Beitrag so unhumorig und ernst geschrieben, um genau diese Reaktion zu erzeugen: Aufgebrachte Kommentare von mehr oder weniger betroffenen Moralaposteln. Mission erfüllt.

  8. Lieber Autor,

    es war mir nur wichtig, den Anspruch ihres Blogs erkennen zu können, und wenn sie diesen selbst als zynisch (Wikipedia: gefühllos und menschenverachtend) betrachten, dann glaube ich nun ihre Beweggründe zu verstehen. So gesehen habe ich auch meine Mission erfüllt: sie dabei zu begleiten, den Anspruch selbst zu formulieren, den dieser Artikel hatte – also gefühllos und menschenverachtend zu sein.

    Leider mussten sie im letzten Satz ihres letzten Posts noch 2 Bemerkungen fallen lassen, denen ich mir erlaube zu widersprechen:
    Erstens waren meine Kommentare nicht aufgebracht, sondern höflich und hinterfragend. Zweitens würde mich interessieren, woran sie erkennen zu meinen, ich sei ein Moralapostel (Duden: abwertend: jmd., der ständig u. allzu eifrig Moral predigt).

    Mir ging es mit meinen Kommentaren in keinster Weise darum, Moral zu predigen, sondern herauszufinden, was andere Menschen dazu bewegt, das Bild Amstettens in Zusammenhang mit einem Verbrechen zu porträtieren, das in keinster Weise aber mit dem Ereignis des Verbrechens an sich zusammenhängt (darin waren wir uns ja schon einig). Dieser „Journalisten-Reflex“, der in 100en Artikeln der Boulevard-Presse in den letzten Monaten aufgetreten ist, hat mich – man möge mir dies nachsehen – diesbezüglich sensibel gemacht.

    Abschließend darf ich Ihnen noch folgenden Tipp geben: besuchen sie Amstetten in 4-6 Wochen noch einmal, wenn die Obstbäume im Mostviertel blühen, die Sonne auf den Hauptplatz scheint und sie ein paar Köstlichkeiten des italienischen Eissalons genießen 🙂

  9. Lieber Herr Fenner,

    lassen Sie mich noch einmal betonen, wie sehr es mich freut, dass Sie sich die Zeit für solch ausführliche und wohl formulierte Kommentare nehmen.

    Darüber hinaus freut es mich weniger, dass offenbar auch Sie es nicht ganz lassen können, eine gewisse Form von „Sensationsjournalismus“ (in Ermangelung einer besseren Wortes) zu betreiben, indem sie just die bösesten Synonyme für „zynisch“ herausgesucht haben. Statt „menschenverachtend“ hätten Sie auch etwa auch „scharfzüngig“ oder „bissig“ schreiben können.

    Auch scheint es mir, doch eine gewisse Form der Aufgebrachtheit erkennen zu können, wenn natürlich auch ausgenommen höflich und zivilisiert vorgebracht. Wären Sie nicht über meine menschenverachtenden (Ihre Worte, nicht meine) Einträge aufgebracht, hätten Sie wohl kaum so ausführliche Kommentare verfasst um mich darauf hinzuweisen. Über „Moralapostel“ kann man jedoch diskutieren, das gestehe ich Ihnen gerne zu. Trotzdem könnte man durchaus argumentieren, dass jemand, der andere zu mehr Moral auffordert (etwas, dass Sie ohne Zweifel gemacht haben), als Moralapostel bezeichnet werden könnte.

    Gerne würde ich mich von einem schöneren Amstetten überzeugen lassen, doch selbst nach einiger Recherche konnte ich keine rechten Sehenswürdigkeiten entdecken, die einen erneuten Besuch rechtfertigen würde (von Rathäusern, Hauptplatzbrunnen und Statuen einmal abgesehen). Und eine schöne Landschaft habe ich bei mir auch. Ich verspreche Ihnen aber, bei meinem nächsten Besuch in Amstetten, wenn es denn wieder einmal einen geben sollte, unvoreingenommener und offener für die versteckte Schönheit von Amstetten zu sein.

    Eine Frage hätte ich noch: Wie sind Sie eigentlich auf diesen Beitrag gekommen? Welchen RSS-Feed haben Sie abonniert?

  10. Lieber Autor,

    mir nach diesem Artikel – auch wenn es in Ermangelung eines besseren Wortes ihrerseits geschah – eine gewisse Form von „Sensationsjournalismus'“ vorzuwerfen, entbehrt nicht einer gewissen Komik. Vor allem, nachdem sie sich selbst als Pageviews-Hure bezeichnet haben 😉

    Und was die Definition von Zynismus, dessen Anwendung sie ja zugestimmt haben, betrifft: ich habe hier nicht „böse“ Worte herausgesucht, sondern meine Ansicht, die von Wikipedia geteilt wird, ausgedrückt.

    Zitat Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Sarkasmus)
    „Zynismus ist – im Gegensatz zu Sarkasmus – kein bitterer Spott. Obwohl der Unterschied zwischen den Begriffen „Sarkasmus“ und „Zynismus“ sehr aussagefähig ist, verzichten viele Sprecher des Deutschen auf ihn. Die Sprecher, die diesen Bedeutungsunterschied nutzen wollen, stehen vor der kommunikativen Situation, dass ein entscheidender Aspekt ihrer Aussage wahrscheinlich missverstanden oder nicht wahrgenommen wird.“ -> der letzte Satz trifft wohl auf mich zu 😉

    Bitte beachten Sie, dass ich – sofort nach ihrer zweiten Antwort – den Anspruch dieses Artikel auf „Zynismus“ zur Kenntnis genommen und keine weitere Kritik mehr zum Artikel selbst geäußert habe.

    Der Grund für meine beharrlichen Postings sind jedoch in dem Gefühl begründet, dass sie die Tiefe dieses Themas nicht ausreichend beleuchtet haben. Und wenn mein Versuch, dieses Vertiefen voranzutreiben, als „Moral predigen“ verstanden wird, dann nehme ich auch diese Bezeichnung gerne an.

    Die Einschätzung, welche Sehenswürdigkeiten den Besuch einer Kleinstadt rechtfertigen, ist natürlich subjektiv und selbstverständlich ihnen überlassen. Ihr Artikel bezog sich jedoch nicht auf mangelnde Sehenswürdigkeiten, sondern auf die angebliche Trostlosigkeit Amstettens. Dennoch freut es mich zu lesen, dass sie der „versteckten Schönheit Amstettens“ gegenüber (klarer Fall von Sarkasmus – das habe ich verstanden 😉 zukünftig offener sein möchten.

    Den Feed ihres Blogs habe ich seit einigen Monaten in meinem Reader. Ich glaube mich entsinnen zu können, ihn damals in einem Blogverzeichnis entdeckt zu haben, bin mir dessen aber nicht mehr sicher.

  11. Lieber Herr Fenner,

    auch wenn ich jetzt noch ausführlich darüber schreiben könnte, dass ich über die von Ihnen erwähnte Komik schon selbst mit dem kleinen Wörtchen „auch“ hingewiesen habe: Wir sind uns mittlerweile zweifellos sehr einig und es bedarf, so denke ich, keiner weiterer Wortklauberei mehr.

    Ich habe den Schlagabtausch mit Ihnen sowie Ihren angenehmen Schreibstil sehr genossen. Ich biete Ihnen hiermit an, falls Sie das möchten, einen „offiziellen“ Gegenbericht, etwa zu der von mir übersehenen Schönheit von Amstetten, zu schreiben, den ich veröffentlichen werden.

    Ansonsten hoffe ich, einen Leser gewonnen zu haben 🙂

  12. Lieber Autor,

    es war mir ebenfalls eine Freude, dass ich mit meinen kritischen, aber doch gut gemeinten Worten an dieser Diskussion teilnehmen durfte. Ich werde in nächster Zeit versuchen, die andere (schönere) Seite Amstettens in Form von Fotos zu dokumentieren und diese Ihnen bei Gelegenheit zukommen zu lassen. Dies würde – so meine ich – einen versöhnlichen Abschluss dieses Gedankenaustausches darstellen.

    K. Fenner

  13. auf einem Bild ist deutlich der Meinl-Mohr zu sehen – wennn dass nicht der Beweis dafür ist, dass Julius V …

  14. sagt mal, wqas redet ihr hier.
    das geht hier um fritzel,die alte sau.
    ich hoffe den nehmen sie im knast richtig ran,
    und dann soll er langsam krepieren.

  15. Jogginghose am helllichten Tag, weißes Unterhemd unter der halboffenen Joggingjacke, Goldketterl + Golduhr, dieses unerträgliche Haarding (aka Frisur) am Kopf (du weißt, welche ich meine) und ein massiv duftwassergestützter Angriff auf die Nase. Und ich hab nicht „hässlich“ geschrieben, sondern scheiße. Da ist ein großer Unterschied.

    Aja, und: Nazi ja, aber nur Grammatik-.

  16. Lieber Saxx,

    ich weiß ja nicht, was Sie alles in unserer Stadt gesehen haben bzw. mit welchen Leuten Sie in Kontakt gekommen sind, jedoch gefällt mir nicht, dass Sie uns alle quasi als „Skaventreiber“ hinstellen, das finde ich sehr geschmacklos.

    Amstetten ist in den letzten Jahren zu einer sehr schönen Stadt geworden. Der Hauptplatz, mit seinen tollen Veranstaltungen im Sommer und den Schanigärten, belebt unsere Stadt wirklich sehr. Ich treffe des öfteren Leute (ja auch vor dem Fall Josef F.) die das Amstettner Flair sehr wohl schätzen.

    Deshalb bitte ich Sie, Amstetten nicht nach einer einzelnen Straße, die unbestritten nicht gerde das Highlight der Stadt ist, zu bemessen.

    Ich wünsche mir, dass die Diffamierung der Amstettner endlich aufhört, denn man kann eine ganze Stadt nicht an den Taten eines einzelnen messen!

    Hochachtungsvoll
    AC

  17. Verratest du uns auch woher du kommst?
    Wäre wirklich sehr interessant zwecks Urlaubsplanung, da es dort wahnsinnig schön sein muss 😉

  18. Liebe(r) AC,

    so leid es mir tut, aber ich fürchte, der Name Amstetten wird für die nächsten 100 Jahre oder so unauslöschlich mit Kellern und Inzest verknüpft sein. Klar, das ist unfair, aber was würde da zB Mauthausen sagen, die müssen auch schon 60 Jahre mit ihrem schlechten Erbe kämpfen?

    Freundschaft,
    ~ saxx

    ps: Linz, aber wir kommen gut damit zurecht, dass wir die kolportierte Lieblingsstadt des Führers waren.

  19. OK, ich steig runter – Linz ist geil 😉

    Trotzdem ist Amstetten nicht so schlecht – schau mal nach St. Pölten, dagegen ist Amstetten das Paradies 😀

    LG Chris

  20. Lieber saxx,

    Mein Name ist Maloe Sniekers und ich bin Master-Studentin an der Erasmus-Universität Rotterdam in den Niederlanden.
    Im Rahmen eines aktuellen Forschungsprojekts untersuche ich wie Menschen, die Gebäude besuchen, die Überbleibsel von gewaltsamen Ereignissen geworden sind, diese Orte erleben. Deshalb bin ich äusserst an Ihrem Beitrag interessiert.

    Im Fokus meiner Untersuchung stehen die Häuser von Fred und Rosemary West in Großbritannien, Marc Dutroux in Belgien und Josef Fritzl in Österreich.

    Gerne würde ich Ihnen in einem kurzen Interview einige Fragen zu Ihrem Besuch stellen. Das Interview könnte per Telefon oder Skype durchgeführt werden und dauert ca. 30 Minuten (nach Möglichkeit in Englisch). Die erhobenen Informationen werden sorgsam, und wenn gewünscht anonym, behandelt.

    Ich würde mich sehr über eine kurze Rückmeldung per Email freuen ([email protected]).

    Vielen Dank im Voraus und viele Grüße aus den Niederlanden,
    Maloe

  21. Hm, sehr … seltsam worüber heutzutage schon Studien gemacht werden. Offenbar werden die noch unbearbeiteten akademischen Fachbereiche zusehends Mangelware 😉

    Meine E-Mail an dich, Maloe, ist jedenfalls grad raus gegangen, ich bin gespannt.

  22. Ich bin es, Joseph. War heut auf Freigang. Die Alde is mir tatsächlich übern weg gelaufen. Hab se jetzt im Zellenkeller versteckt. Das glaubt der doch keine Sau, hahaha! Betoniert se doch zu, die Alde!

  23. Bin heute zufällig über diesen Beitrag gestoßen……ich war entsetzt, über diese zeilen….jeder sollte sich selbst ein Bild von Amstetten….ich finde die Stadt schön und lebenswert…..und das Wohnmobil gehört einem Nachbarn von Fritzl…solche Zeilen können nur von einem kranken Menschen stammen.

  24. Ich war eigentlich mit größter gutmütigkeit und neugier dabei,deinen beitrag zu lesen,bis ich zu der stelle kam, wo du die türken(wie viele andere auch) runtermachst,also das musste jetzt wirklich nicht sein oder??Ich bin selber eine türkin….und echt schade, dass gerade solche leute,von denen ich anfangs immer denke, sie sind objektiv und neutral dann solche dinge schreiben oder sagen ….wirklich traurig,nach der stelle konnte ich den rest eh nicht “mitfühlen“,einfach schade

  25. Ach, ich bin doch total neutral. Wären dort statt der Klischeetürken ein paar Klischeewiener oder -tiroler gestanden und hätten scheiße ausgesehen, hätte ich genau das gleiche geschrieben, bloß die Nationalität ausgetauscht.

    Es ist halt nur total schwer, tagsüber an einem Arbeitstag andere Gruppen von arbeitsfähigen, jogginghosenbekleideten Männern zwischen 15 und 50 zu entdecken, die sich die Zeit mit Rauchen und Weibern-Nachstarren vertreiben. Im Amstetten gabs zum damaligen Zeitpunkt halt leider nur unsere türkischstämmigen Mitbürger.

    1. Woher wisse man das es Türken waren????
      Hatte jeder „ich bin ein Türke“ auf der Stirn tätowiert.

      Ach ja – Passt zwar nicht ganz hier her. Aber das 5. Foto – wo das Thema aufkam betonklotz ohne Fenster – das ist das Stadtwerkehaus – und das ist ein Vlies mit Baummuster – dahinter befindet sich – kaum zu glauben – FENSTER!!!! Und nicht wenige davon.

      Das nächste mal vielleicht a bissl besser und a bissl mehr Informationen sammeln bevor man einfach drauf los schreibt…..
      Mit manchen Dingen bin ich konform – abet bei manchen muss ich den Kopf schütteln. – auch bei anderen Beiträgen.
      Mehr sag ich dazu nicht.

  26. Ich muss mal sagen, Amstetten an sich ist mir ziemlich egal. Es gibt sehr viele Städte, die nicht unbedingt schön sind. Aber die Aussage mit den Klischee-Türken, die scheisse aussehen, wie überall sonst, finde ich echt beleidigend. Meiner Meinung nach ist es überhaupt daneben, eine Nationalität an zu greifen. Ich lebe in einer Stadt mit sehr hoher Anzahl an Ausländern und habe noch nie wen so rumlaufen sehen, wie du es beschreibst. Und arbeitslos sind genauso viele, wie Österreicher auch.
    Durch solche Aussagen werden wir, die sich integrieren und Österreich als Heimat betrachten, durch den Dreck gezogen. Das ist sehr schade.
    Bei solchen Vorurteilen, die ja leider einige haben, braucht man sich dann auch nicht wundern, dass es viele Nicht-Österreicher vorziehen, unter ihresgleichen zu bleiben.
    Man sollte sich einfach den einzelnen Mensch anschauen, denn überall gibt es solche und solche.

  27. Schönen guten Tag,

    man muss das Geschehene vor Lesen gänzlich geistig ausblenden, so ist es möglich den Bericht als sehr amüsant aufzufassen (Umgebung des Kerkers, viele Türken …) *gg*
    ich war etwa 1 Jahr nach Veröffentlichung dieser abscheulichen Straftaten des Josef Fritzl in Amstetten, zwecks Erkundung der Umgebung des Kerkers. Die genaue Adresse hatte ich bereits einige Zeit zuvor erfragt. Zwecks Eruierung wie die Bewohner von Amstetten mit diesem Verbrechen umgehen, suchte ich gegenüber des Kerkers ein Lebensmittelgeschäft auf. Ich verhielt mich unwissend und fragte die Kassafrau ob sie mir die genaue Adresse des Kerkers geben könnte. Sie sah mich an und antwortete in gebrochenem Deutsch: „Tut mir leid, ich kenne diesen Mann nicht und weiß nicht wo das Haus sein könnte.
    Es stimmt zur Gänze, dass Amstetten eine sehr unansehnliche Gemeinde – ääähhh Stadt – ist.
    Ein auffälliges Erlebnis hatte ich auch mit meiner Zimmervermieterin des Privatquartiers in dem ich jenes Wochenende verbrachte. Wegen Absperren des Zimmerschlüssels sagte sie völlig ernsthaft zu mir: „Ich habe ohnehin nur Stammgäste und kenne alle bereits sehr gut, machen sie sich keine Sorgen wenn sie vergessen abzusperren“.

    Viele Grüße, schönen Tag sendet
    Joachim

  28. Vielen Dank, Joachim, für die Infos – das wäre natürlich noch eine gute Idee gewesen, mit den Einheimischen ins Gespräch kommen zu wollen 😀

  29. Haha echt gestōrrt welche Scheiße manche Leute schreiben, damit ist natūrlich der Autor gemeint!!
    Eh von Linz kommen und dann sowas von Amstetten schreiben….
    Naja vielleicht hāttest du dir mehr ansehen sollen.

  30. Sonja schrieb am October 23, 2011:
    „….ich finde die Stadt schön und lebenswert…..und das Wohnmobil gehört einem Nachbarn von Fritzl…solche Zeilen können nur von einem kranken Menschen stammen.“

    Der Schluss-Satz dieser Sonja stimmt meines Erachtens zur Gänze, sie schreibt doch dass ihre geposteten Worte nur von einem kranken Menschen stammen können – ALSO ÜBERZEUGT VON IHREM IQ IST SIE WOHL ÜBERHAUPT NICHT, WENN SIE SICH SELBST ALS KRANK BEZEICHNET.