Useless Knowledge Wanderpokal – Frage I

Zum (wie ich hoffe) Beginn einer neuen Serie des Useless Knowledge Wanderpokals:

Ich bin auf der Suche nach der sagenumwobenen Heimat des (angeblichen) Vater einer schillernden, fast schon legendären Figur des europäischen 18. Jahrhunderts, die nicht zu altern schien. Diese scheinbare Unsterblichkeit machte jene Person besonders interessant für Alchemisten, Mystiker und Okkultisten. Angeblich soll sie noch Jahrhunderte nach ihrem öffentlichen letzten Auftritt gesehen worden sein.

Als kleine Hilfe: Zumindest dem Namen nach hatte diese Person auch etwas mit der Auflösung des österreich-ungarischen Kaiserreichs zu tun.

Sollte jemand tatsächlich die Antwort auf diese Frage kennen, bitte einfach als Kommentar beantworten.

Useless Knowledge Wanderpokel – Revival

Vor einigen Jahren wurde die wunderbare Idee des Useless Knowledge Wanderpokals geboren und weitergeführt und hat sich einige Zeit größter Beliebtheit erfreut. Irgendwie kam die Sache aber ins Stocken und ist anscheinend seit nunmehr zwei Jahren tot.

Das finde ich sehr schade und nehme es mir daher heraus, den Versuch zu wagen und hier in meinem Weblog eine neue Serie des Useless Knowledge Wanderpokals (UKWP) zu starten. Zuerst aber noch schnell eine Wiederholung der Regeln (die ich für mehr Einfachheit etwas verändert habe):

  1. Der derzeitige Pokalbesitzer stellt eine Frage die die Rahmenbedinungen von Useless Knowledge einhält – soll heißen, die Frage basiert auf solch nutzlosem Wissen, dass eigentlich niemand fähig sein sollte, sie richtig zu beantworten und lässt sie mir per E-Mail zukommen; ich werde sie dann hier in diesem Weblog veröffentlichen.
  2. Diejenige Person, die als erste beweist, dass sie genügend Useless Knowledge besitzt um die Frage richtig zu lösen, beantwortet sie einfach in Form eines Kommentars.
  3. Sobald die richtige Antwort gefunden und vom Fragesteller bestätigt ist, wechselt der Useless Knowledge Wanderpokal seinen Besitzer, mit all der Ehre die dazu gehört.
  4. Der neue Besitzer oder die neue Besitzerin (selten, aber doch) muss innerhalb von sieben Tagen eine neue Frage stellen (siehe Punkt 1).

Nachdem die letzte Frage, die noch immer offen ist, seit Jahren in den Tiefen des Internets verschollen ist, beginne ich (als – das sage ich mit stolzgeschwellter Brust – zweimaliger Inhaber des Useless Knowledge Wanderpokals) die Serie neu und stelle eine frische Frage.

Skandal: Gusi nicht eingeladen!

Wie unser aller Lieblinkskanzler Gusi Gusenbauer ("I wü ned Kanzler wern") gestern erfahren musste, wurde er von EU-Ratspräsident José Barroso nicht zu einem informellen Brainstorming einiger EU-Staatschefs eingeladen. Offiziell zeigt sich das Bundeskanzleramt überrascht.

Inoffiziell ist unser Kanzler aber stockbeleidigt. "Wonn mi da Sepp do ned ned einlodt, don braucht er a goa ned zu meiner Geburtstagsparty im Februar kuma. Und zu meiner Bande ghert er sowieso a nimma", erklärte während der extra einberufenen Pressekonferenz ein offensichtlich schlecht gelaunter Gusi mit leicht zittriger Stimme, "und übahaupt hob i den Suam eh nie mögn, i hob imma nua so tan." Darüber hinaus kündigte er noch eine ganze Menge anderer Dinge, an die sich aber keiner mehr erinnern kann, weil seine Versprechungen kaum noch jemand ernst nimmt.

Ameisen! (2)

Meine kleinen Lieblinge, allen voran die dickarschige Königin, haben ihre Winterruhe gut überstanden und tummeln sich nun seit einigen Wochen in Linz. Die Kolonie scheint etwas geschrumpft zu sein und selten lassen sich mehr als zwei Ameisen gleichzeitig an der Oberfläche blicken, aber das wird ja wieder. Hinterhältigerweise waren sie alles andere als untätig und haben nun fast alle Gänge, die direkt an der Glasscheibe waren, verstopft, sodass man nun kaum mehr ins Innere ihres Baus sehen kann. Und Scouts haben schon das gesamte zur Verfügung stehende Areal inkl. Arena intensiv in Augenschein genommen.

Diese Scouts sind auch das Problem: Heute früh hab ich doch tatsächlich eine einzelne Ameise außerhalb (!) ihrer Glaskästen entdeckt. Zuerst wollt ich den kleinen Racker grob in sein Nest zurückwerfen, dann hab ich mich aber besonnen und knapp zwanzig Minuten investiert (bin daher später als üblich in die Arbeit gekommen) und ihn so lange beobachtet, bis er endlich (ich wollte schon fast aufgeben) seinen Fluchtweg aus dem Hochsicherheitstrakt Ameisenfarm preis gab: Zwischen Deckel und Wand ist anscheinend ein klitzekleiner haarfeiner Abstand, wo sich die Kleinen durchzwicken können …

Beamtenzulagen

Der Rechnungshof zeigt auf, dass in Österreich an unsere treuen Beamten (allen voran meine braven Leser J. und D.) 4.600 verschiedene Arten an Zulagen zusätzlich zum normalen Gehalt ausgezahlt werden; ein Großteil davon stammt aus der Zeit zwischen 1955 und 1975, gern auch "die gute alte Zeit" (offensichtlich mit Recht) genannt. Teilweise sind diese Zuckerl heillos veraltet, wie zB eine Zulage für Beamte, die die kraftraubenden mechanischen Schreibmaschinen benutzen müssen.

Nach eineineinhalb Tagen in staubigen Archiven habe ich aber noch ein paar andere Kuriositäten an Zulagen ausgegraben *:

  • Internetzulage: Alle Beamten, die an ihrem "Arbeitsplatz" über keinen Breitband-Internetzugang verfügen, sind berechtigt. eine fünfprozentige Zulage zu beantragen, da es ihnen erheblich erschwert wird, die Zeit totzuschlagen.
  • Frauenzulage: Weibliche Staatsdiener erhalten eine so genannte Frauenzulage, da sie ihre Arbeitszeit in extrem ungewohnten und erschwerten Umständen (weg von Herd und Bügeleisen) verbringen müssen. Ausgenommen sind natürlich Angestellte von Beamtenkantinen und -buffets.
  • EADS-Zulage: Beamte des Verteidigungsministeriums bekommen eine Zulage, wenn sie nichts mit dem Kauf der Eurofighter zu tun haben. Diese Zulage wurde geschaffen, um die enormen finanziellen Vorteile der Eurofighter-Beteiligten (ominöse Kredite usw.) auszugleichen.
  • Arbeitszulage: Beamte können eine substantielle Zulage einfordern, wenn sie während ihrer Arbeitszeit tatsächlich mehr als 20 Minuten täglich produktiv arbeiten müssen. Diese Zulage besteht aber nur in der Theorie, da grundsätzlich kein Beamter arbeiten muss.

* man entschuldige bitte mein haltloses Ausschlachten von Klischees und schlechten Witzen – es musste einfach mal wieder sein.

So passiert letzten Mittwoch im lokalen Fitnessstudio

[18:45:00] saxx marschiert geistesabwesend auf dem Laufband und erheitert sich über die King-Of-Queens-Episode, in der Carry von Douglas eine Augenlaseroperation geschenkt bekommt, die dann heillos schief geht (die Operation, nicht die Episode). Plötzlich macht sich unangenehm stechender Schweiß- und Nicht-Oft-Genug-Waschen-Geruch bemerkbar, dem kurz darauf ein jungen, etwa 25-jähriger Bursch folgt. Dieser war saxx schon öfter beim Krafttraining aufgefallen, führt er doch eine sensationelle Wampe spazieren, die so aussieht, als würde jene Person mehrmals wöchentlich einen saxx zum Brunch verspeisen (und, wer ihn kennt, weiß, dass die Wampe von saxx auch nicht gerade von schlechten Eltern ist). Die Wampe macht sich daran, die am Laufband-Display verfügbaren TV-Sender ausführlich durchzusehen.

[18:48:00] Die Wampe hat ein ihr genehmes TV-Programm entdeckt (die Simpsons) und setzt das Laufband in Bewegung. Zur nicht geringen Überraschung von saxx (der aufgrund des überwältigenden Schweißgeruchs Probleme hat, klar zu sehen) wählt sie eine Laufgeschwindigkeit von mörderischen 15 Stundenkilometern. Die Wampe wackelt lustig, als der daranhängende Körper Geschwindigkeit aufnimmt.

[18:48:20] Komplett außer Atem und offensichtlich vollkommen erschöpft stellt sich die Wampe auf den Rand des Laufbandes um zu rasten. saxx kann sich ein inneres Lächeln nicht verkneifen. Die Konsistenz des Schweißgeruchs verändert sich etwas und geht von nun an eher in Richtung "frischer Schweiß".

[18:50:00] Der Wampenkörper stellt sich wieder aufs Laufband, nicht ohne jedoch vorher die Geschwindigkeit auf verträglichere  11 km/h zu senken.

[18:50:20] Erneut muss eine Verschnaufpause eingelegt werden. saxx hat sich mittlerweile etwas an den alles durchdringenden Schweißgeruch gewöhnt und kann das erste Mal seit etwa Minuten wieder einatmen.

[18:52:30] Wampe senkt erneut die Geschwindigkeit, diesmal auf doch eher gemütliche 5,5 Stundenkilometer. Mit neuer Kraft wird das Laufband nun gehenderweise wieder in Anspruch genommen. saxx grinst mittlerweile innerlich über das ganze Gesicht – nicht wegen der Wampe, sondern wegen des hohen Durchhaltevermögens und der interessanten Selbsteinschätzung (15 km/h ist schließlich kein Pappenstiel) derselbigen.

[18:52:40] Demonstrativ erhöht saxx seine eigene Geschwindigkeit um 0,5 km/h auf (zugebenerweise ebenfalls ziemlich gemütliche 7,8 Stundenkilometer), um seine absolute Überlegenheit zu demonstrieren und daher hoffend, dass die Wampe einen Blick herüber wirft.

[18:54:30] Hat sie offenbar, denn mit vernichtetem Selbstvertrauen haut sie nach etwa zwei weiteren Minuten intensiven Marschierens mit letzter Kraft auf den roten "Not-Stop"-Schalter, schlägt sich fast wegen des abrupt bremsenden Laufbandes die Zähne ein und verlässt nach einem Mörderausdauertraining (nur möglich gemacht durch geradezu unglaubliches Durchhaltevermögen) von nicht einmal zehn Minuten die Räumlichkeiten. 

My Web Comics

Nichts beginnt einen grauen Arbeitstag besser als ein paar neue Comics im RSS-Posteingang zu finden, die aus einem verschlafenen, unfreundlichen saxx ein kicherndes Schulmädchen machen. Unglücklicherweise ist die mir bekannte Zahl an guten Webcomics viel zu gering; dazu kommt, dass fast alle an den selben Tagen veröffentlicht werden, was zu einem unangenehmen Fetter-Tag-Magerer-Tag-Syndrom führt. Wenn mir also noch jemand welche empfehlen könnte, wäre ich sehr dankbar.

Hier sind meine (zeigst du mir deins, zeig ich dir meins):

  • Dilbert: Der Klassiker; genau so ist IT.
  • Ctrl-Alt-Del: Ganz unterhaltsam, relativ aufwändig gezeichnet (vergleich mans zB mit dem White Ninja). Leider nur bedintg geeignet für Quereinsteiger, weil man einige Eigenheiten der Charaktere nicht kennt. Abseits der Hauptgeschichte über zwei Nerds gibt es immer wieder sehr lustige Einschübe über Computerspiele.
  • White Ninja: Sehr lustig, oft sehr krank (daher umso lustiger) werden hier die Abenteuer des weißen Ninjas erzählt.
  • Xkcd: Lustige Ideen, mit Strichmännchen dargestellt.


Update:

Zusätzlich zu dem, was der gute lexx in seinem Kommentar erwähnt hat, hat der ebenso gute M. mir eine hübsche Liste seiner Favoriten zukommen lassen – da sind ein paar Gustostückerl dabei:

  • VG Cats: Oft surrealer Comic über Games und Filme. Updated leider nur sehr selten, dafür gibts großartige Zeichnungen.
  • The Adventures of Dr. McNinja: Der Name sagt eigentlich schon alles: Ein irischer Doktor-Ninja erlebt Abenteuer.
  • Sinfest: Comic über Religion, Männer, Frauen und die Welt.
  • Commissioned Comic: Live for 20! Äußerst lustiger Comic über Rollenspiele und die Leute, die sowas spielen.
  • Order of the Stick: Folgt einer bunt gemischten Dungeons & Dragons-Strichmännchen-Gruppe, die gegen den Untoten Xykon kämpft.
  • Gone with the Blastwave: Rot vs. Blau vs. Gelb, dazwischen philosophieren die Soldaten über den Krieg. Großartige Zeichnungen & Farben.
  • Little Gamers: Gaming Comic with an attitude. Schwedisches Qualitätsprodukt.
  • Wulff-Morgenthaler: Ein-Panel-Comic über zufällige Dinge mit eigenwilligem Zeichenstil.

Mein Handy …

… hat einen ganz eigenen Sinn für Humor: Neulich ruft mich S. an; wie ich auf das Symbol für "Accept Call" auf dem Display tippe, schaltet sich mein Wunderwerk der Technik plötzlich aus, startet neu und überrascht mich mit der Meldung "Your phone has been restarted in order to optimize performance". Und es hat sogar funktioniert – so schnell war ich noch nie mit einem Anruf fertig.